Entzündungen und Krebs – die neue Ausgabe des einblick ist erschienen

11. September 2017 | Kategorie: Krebserkrankungen

Wenn der Ausnahmezustand zur Regel wird: Chronische Entzündungen stellen eine ernste Gefahr für die Gesundheit dar. Denn der anhaltende Kampf des Immunsystems gegen echte oder vermeintliche Feinde schadet auf Dauer dem betroffenen Organ. Doch es gibt auch Profiteure: Krebszellen fühlen sich in einer entzündeten Umgebung oft besonders wohl. Warum das so ist und welche Möglichkeiten sich dadurch bieten, Krebs vorzubeugen und zu behandeln, zeigen wir in der aktuellen Ausgabe des einblick.

Von der Fettleber zum Leberkrebs. Die Zahl der Menschen, die unter einer Fettleber leiden, nimmt weltweit stetig zu. Neben übermäßigem Alkoholkonsum zählen vor allem mangelnde Bewegung sowie zu viel Fett und Kohlenhydrate zu den Ursachen. Entzündet sich die verfette Leber, drohen dem Organ schwere Schäden. Im schlimmsten Fall kann sogar Leberkrebs entstehen. Welche Rolle die chronische Entzündung der Leber dabei spielt und wie sie sich möglicherweise stoppen lässt, untersuchen Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum.

Die zwei Gesichter der Entzündung. Fresszellen, Killerzellen, tödliche Proteine – das Immunsystem fährt bei einer Entzündung schwere Waffen auf. Spezielle Zellen kontrollieren das Geschehen und können den Angriff stoppen. Diese Entzündungszellen sind aber manipulierbar: Tumoren gelingt es in vielen Fällen, sie zu ihren Beschützern zu machen. Dann halten die Aufpasser ihre angriffsbereiten Kollegen davon ab, die Krebszellen zu attackieren. Forscher im DKFZ suchen nach Wegen, diese Blockade aufzulösen.

Aspirin gegen Krebs? Da chronische Entzündungen in vielen Fällen zur Entstehung von Krebs beitragen, scheint es naheliegend, entzündungshemmende Medikamente wie Aspirin vorbeugend einzunehmen. Auch eine Expertengruppe in den USA kam zum dem Schluss, dass dies zumindest für bestimmte Personen ratsam sei. Doch es gibt gute Gründe, nicht eigenmächtig regelmäßig zur Tablette zu greifen. Wir geben einen Überblick zum Thema.

Weitere Themen im Heft:

Umprogrammierte Fresszellen – wie Makrophagen zum Helfer des Tumors werden
Lunge, Speiseröhre, Darm – warum chronische Entzündungen in manchen Organen das Krebsrisiko erhöhen
Hepatitis C-Viren – wie ein Forscher die Grundlage für eine erfolgreiche Therapie schuf
Patientengeschichte – Nicola Werners Vermächtnis

einblick digital. Mit der einblick-App steht die Zeitschrift des DKFZ den Leserinnen und Lesern auch jederzeit auf ihren iOS- oder Android-Geräten zur Verfügung. Nähere Informationen zur kostenlosen App gibt es unter: www.dkfz.de/einblick

Download:
Die neue Ausgabe ist unter http://www.dkfz.de/de/presse/veroeffentlichungen/einblick/download/2017/einblick_1_2017_WEB.pdf
als PDF verfügbar.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)


Die Krankheit Krebs wahrnehmen und verstehen – Eine App für Kinder und Angehörige

„Der Zauberbaum“- Die Deutsche Zauberbaum App
Was ist Krebs? Ist Krebs heilbar? Ist Krebs ansteckend? Habe Ich etwas falsch gemacht? Die App „Der Zauberbaum“ soll dabei helfen, Kindern mit Krebskranken Angehörigen die wichtigesten Fragen über die Krankeit in einer spielerischen Weise zu beantworten.

Eine Krebsdiagnose und die damit verbundenen Schritte der Behandlung kommen für die meisten Patienten und Ihre Familien einem „Sturz aus der normalen Lebenswirklichkeit“ gleich. Die plötzliche Lebensbedrohung und die mit der Behandlung verbundenen Lebensumstände stellen insbesondere Eltern mit kleineren Kindern vor eine zusätzliche Herausforderung: Wie erkläre ich dies meinem Kind?

Diese weltweit erste Applikation für die Eltern-Kind-Kommunikation unterstützt Eltern dabei, sich mit Ihrem Kind auf die neuen Situationen einzustellen. Der Verein Hilfe für Kinder krebskranker Eltern e.V. hat diese zusammen mit Experten entwickelt und bietet sie betroffenen Eltern zur Unterstützung an.

Die App ist konzipiert für Kinder im Alter von 3-10 Jahren und ist für die Bedienung mit einem Tablet optimiert.

Alle Zauberbaum Apps sind im Google Play Store (linke Grafik) und App Store (rechte Grafik) als kostenfreier Download verfügbar. Klicken Sie auf eine der beiden Grafiken, um die App herunterzuladen.

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Zauberbaum App
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Zauberbaum App

s.a.: www.hilfe-fuer-kinder-krebskranker-eltern.de

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