Melanom


Melanom resp. das maligne Melanom, auch Melano(zyto)blastom / schwarzer Hautkrebs genannt, ist ein hochgradig bösartiger Tumor der Pigmentzellen (Melanozyten).

Fast 50 Prozent aller Melanome entwickeln sich aus pigmentierten Muttermalen. Das maligne Melanom neigt dazu, früh Metastasen über Lymph- und Blutbahnen zu streuen, und ist die am häufigsten tödlich verlaufende Hautkrankheit mit weltweit stark steigender Anzahl an Neuerkrankungen. Jedes Jahr erkranken in Deutschland fast 18.000 Menschen an einem malignen Melanom.

Hautkrebs ist ein Überbegriff für verschiedene Krebs-Erkrankungen der Haut und umfasst sowohl das maligne Melanom, als auch verschiedene andere – teilweise weniger bösartiger – Krebserkrankungen, wie z.B. der helle Hautkrebs. Zu letzterem zählen das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom. Vorstufen des hellen Hautkrebs sind so genannte aktinische Keratosen.

Man unterscheidet 4 verschiedene Formen des Melanoms. Mit 65 % am häufigsten ist das oberflächlich (superfiziell) spreitende Melanom (SSM), das zunächst oberflächlich und erst später knotig in die Tiefe wächst. Die knotige Form (noduläres Melanom, NM, etwa 20 % aller Melanome) wächst bereits frühzeitig knotig in die Tiefe, die oberflächliche Ausdehnung ist eher gering. Die Prognose ist dem Tiefenwachstum entsprechend schlechter. Bei überwiegend älteren Patienten können sich vor allem im Gesicht auf dem Boden einer langjährigen sonnengeschädigten Haut Lentigo-maligna-Melanome (LMM) (etwa 10 % aller Melanome) ausbilden. Eine weitere Sonderform stellt das akral-lentiginöse Melanom (ALM) dar, das sich unter den Fuß- und Fingernägeln beziehungsweise an Hand- und Fußtellern bildet.

melanom

(Bildquelle: www.melanom.de)

In der EU neu zugelassene Substanzen:


In klinischer Prüfung befindliche Substanzen:


Zulassungsverfahren abgebrochen:
• MAGE-A3 vaccine (GSK)*
• Sorafenib (Nexavar®, Bayer AG)*


Leitlinien: Hautkrebs / Melanom


Clinicaltrials.gov

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Links
www.cancer.gov
www.hautkrebs.com
www.hautkrebs.de
www.melanom.de


Sources

ad Pembrolizumab (MK-3475; früher Lambrolizumab)

ad MAGE-A3 vaccine:

ad Sorafenib: