Gentherapeutika


Als Gentherapie bezeichnet man das Einfügen von Nukleinsäuren wie DNA oder RNA in die Körperzellen eines Individuums, um beispielsweise eine Krebserkrankung zu behandeln. Klassischerweise soll ein intaktes Gen in das Genom der Zielzelle eingefügt werden, um ein defektes Gen zu ersetzen, welches ursächlich für die Entstehung der Krankheit ist. Beim Menschen wurden und werden Gentherapien teilweise erfolgreich z. B. im Rahmen von klinischen Studien durchgeführt.

Innerhalb Europas gehören Gentherapeutika zur Gruppe der Arzneimittel für neuartige Therapien (auch ATMPs für Advanced Therapy Medicinal Products). Es handelt sich dabei um einen Überbegriff dreier Arzneimittel-Produktklassen,

  • den somatischen Zelltherapeutika,
  • den Gentherapeutika und
  • den biotechnologisch bearbeiteten Gewebezubereitungen oder auch auch Tissue-Engineering-Produkte (TEP) genannt.

ATMPs sind häufig ein Beispiel für „Personalisierte Medizin“.

Talimogen laherparepvec (Handelsname: Imlygic®; Hersteller: Amgen) ist eines der ersten in der EU zugelassenen Gentherapeutika.