TREFFPUNKTE begeistern junge Krebspatienten

5. Februar 2018 | Kategorie: Tipps

Weltkrebstag 2018: Ein Jahr Projekt TREFFPUNKTE der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs – engagierte Gruppen junger Betroffener schon in neun Städten

Bis vor einem Jahr gab es für junge Krebspatientinnen und -patienten keine Gelegenheit für den persönlichen Austausch mit anderen jungen Betroffenen. Trotz Facebook und Co. sind jungen Krebskranken im Alter von 18 bis 39 Jahren gemeinsame Aktivitäten und Gespräche aber sehr wichtig. Die Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs hat deshalb am Weltkrebstag 2017 ihr Projekt TREFFPUNKTE gestartet. Die Idee hat sich seither wie ein Lauffeuer verbreitet.

„Mittlerweile sind neun TREFFPUNKTE aktiv und weitere im Aufbau. Von Norden bis Süden gibt es bereits TREFFPUNKTE, so in Berlin, Bonn, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Heidel­berg, Jena, Köln und Stuttgart. Die Möglichkeit zum Austausch wird neben den jungen Krebspatienten auch von Angehörigen und Freunden wahrgenommen“, erklärt Prof. Dr. med. Mathias Freund, Kuratoriumsvorsitzender der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs. Besonders freut ihn, dass die jungen Betroffenen selbst die Initiatoren der TREFFPUNKTE sind und sich weit über die Organisation gemeinsamer Treffen hinaus engagieren.

Mitglieder der TREFFPUNKTE in Jena, Heidelberg oder Stuttgart sind für die Belange der jungen Krebspatienten auf Patiententagen u. ä. unterwegs. „Es ist uns auch sehr wichtig, nicht nur die Öffentlichkeit, sondern auch zukünftige Ärzte für unsere besondere Situation zu sensibilisieren. So haben wir Kontakt mit dem Universitätsklinikum Jena aufgenommen und Medizinstudierenden über unsere Erfahrungen mit der Krebstherapie berichtet“, erklärt die 37-jährige Rebecca vom TREFFPUNKT Thüringen. Die Krankenschwester war vor fünf Jahren an Leukämie erkrankt. Sie gründete vor einem Jahr mit Benjamin (33), der 2011 an Hodenkrebs erkrankt war, den ersten TREFFPUNKT der Stiftung. „Heute sind wir über zehn junge Betroffene, die sich regelmäßig in Jena treffen“, ergänzt sie. Unterstützt werden sie von der Privat-Dozentin Dr. med. Inken Hilgendorf, Oberärztin und Sektionsleiterin für Stammzelltransplantation des Universitätsklinikums Jena. Sie engagiert sich als ehrenamtlich tätige Ansprechpartnerin für den Thüringer TREFFPUNKT und im Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung.

Ein ärztlicher Ansprechpartner wird für jeden TREFFPUNKT von der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs organisiert. Die Fachärzte stehen bei Bedarf für medizinische Fragen und weiteren Rat zur Verfügung.

Einen der jüngsten TREFFPUNKTE haben Mara (23) und Wiebke (36) vor wenigen Wochen in Hamburg gegründet. Beide waren an einem Hodgkin-Lymphom erkrankt. „Im November 2017 lernte ich bei einem Symposium in Rostock viele junge Betroffene und auch Vertreter der Stiftung kennen. Danach wurde meine Idee für einen TREFFPUNKT in Hamburg immer konkreter, und jetzt macht die Umsetzung richtig Spaß“, erklärt die Studentin Mara begeistert. „Eine Freundin, die nicht an Krebs erkrankt war, kann meine Situation und auch Ängste kaum nachvollziehen. Sie ist vielleicht sogar damit überfordert. Mit anderen Betroffenen muss ich manchmal nur wenige Worte wechseln, und wir verstehen uns.“

„Die jungen Menschen wollen aktiv werden, anderen helfen und schnell wieder ins Leben und in den Beruf zurück. Ihr Engagement ist sehr kreativ“, so der Kuratoriumsvorsitzende der Stiftung. Tanja und Charlotte vom TREFFPUNKT Bonn suchen nach weiteren Unterstützern. Anlässlich ihres 33. Geburtstages bat Charlotte um Spenden, um Betroffenen die Teilnahme an Aktivitäten des TREFFPUNKTES ermöglichen zu können. In Berlin organisieren die TREFFPUNKTler gemeinsam mit der ehrenamtlich tätigen Privat-Dozentin Dr. med. Anne Flörcken, Oberärztin an der Charité Universitätsmedizin Berlin, einen Themenabend zu Beginn des 33. Deutschen Krebskongresses.

Andrea hat in Düsseldorf den „TREFFPUNKT plus“ gemeinsam mit der Stiftung ins Leben gerufen. Die 37-Jährige, die mehrfach an Krebs erkrankt war, engagiert sich seit zwei Jahren in der Stiftung und hat einen eigenen Verein „Wir können Helden sein“ gegründet. „In der besonderen Form des ‚TREFFPUNKTES plus‘ kooperieren wir mit bereits bestehenden Organisationen vor Ort“, erklärt Janine Schulze, Leiterin des Projektes TREFFPUNKTE in der Stiftung.

Für Juni 2018 wird ein erstes großes Sommertreffen der TREFFPUNKTE vorbereitet. In der Mitte Deutschlands, unweit von Fulda, können alle Mitglieder der TREFFPUNKTE vom
29. Juni bis 1. Juli 2018 an Workshops und Vorträgen teilnehmen. Für den persönlichen Austausch und das Kennenlernen ist Zeit während gemeinsamer Aktivitäten und am Lager­feuer eingeplant.

Weitere TREFFPUNKTE sind im Entstehen und in allen deutschen Städten herzlich will­kommen. Interessenten melden sich bitte bei der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs, E-Mail: treffpunkt@junge-erwachsene-mit-krebs.de.

Alle Stiftungsprojekte werden ausschließlich durch Spenden finanziert. „Helfen Sie mit Ihrer Spende mit“, so Freund und verweist auf das Spendenkonto der als gemeinnützig aner­kannten Stiftung.

Kontoverbindung der Deutschen Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs:
Postbank, IBAN: DE57 1001 0010 0834 2261 04, BIC: PBNKDEFF

(Die angegebene Genderform vertritt beide Geschlechter. Die ausschließliche Verwendung der Vornamen bei zitierten Patienten hat datenschutzrechtliche Gründe.)

Quelle: Deutsche Stiftung für junge Erwachsene mit Krebs


Die Krankheit Krebs wahrnehmen und verstehen – Eine App für Kinder und Angehörige

„Der Zauberbaum“- Die Deutsche Zauberbaum App
Was ist Krebs? Ist Krebs heilbar? Ist Krebs ansteckend? Habe Ich etwas falsch gemacht? Die App „Der Zauberbaum“ soll dabei helfen, Kindern mit Krebskranken Angehörigen die wichtigesten Fragen über die Krankeit in einer spielerischen Weise zu beantworten.

Eine Krebsdiagnose und die damit verbundenen Schritte der Behandlung kommen für die meisten Patienten und Ihre Familien einem „Sturz aus der normalen Lebenswirklichkeit“ gleich. Die plötzliche Lebensbedrohung und die mit der Behandlung verbundenen Lebensumstände stellen insbesondere Eltern mit kleineren Kindern vor eine zusätzliche Herausforderung: Wie erkläre ich dies meinem Kind?

Diese weltweit erste Applikation für die Eltern-Kind-Kommunikation unterstützt Eltern dabei, sich mit Ihrem Kind auf die neuen Situationen einzustellen. Der Verein Hilfe für Kinder krebskranker Eltern e.V. hat diese zusammen mit Experten entwickelt und bietet sie betroffenen Eltern zur Unterstützung an.

Die App ist konzipiert für Kinder im Alter von 3-10 Jahren und ist für die Bedienung mit einem Tablet optimiert.

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s.a.: www.hilfe-fuer-kinder-krebskranker-eltern.de

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