Panitumumab (Vectibix)


Schnell-Check

• Wirkstoff: Panitumumab
• Handelsname: Vectibix ®
• Therapeutisches Gebiet: Kolorektales Karzinom
• Pharmazeutischer Unternehmer: Amgen
• Vectibix ® Produkt-WebSite: www.vectibix.de

• Vectibix ® Fachinformation: www.fachinfo.de

• Zulassungsstatus: European public assessment report (EPAR) der EMA – auf Englisch
• EPAR: Zusammenfassung des EPAR für die Öffentlichkeit – auf Deutsch (PDF)


Details

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Beschreibung
Besonderheiten
Studien
Links
Literatur / Quellen


Beschreibung
Vectibix wird zur Behandlung von metastasiertem Kolon- oder Rektumkrebs angewendet. Hierbei handelt es sich um einen Dickdarmkrebs, der sich in andere Körperteile ausgebreitet hat. Vectibix wird bei Patienten angewendet, deren Tumorzellen nicht mutierte (Wildtyp-)„RAS“ aufweisen. RAS umfasst eine Gruppe von Genen, zu denen auch KRAS und NRAS gehören. Wenn nach einer Mutation (Veränderung) Formen von RAS in Tumorzellen vorhanden sind, regen diese das Wachstum von Tumoren an. Etwa die Hälfte der Patienten mit metastasiertem Karzinom des Kolons oder Rektums weisen (Wildtyp-)„RAS“-Tumore auf. Vectibix wird angewendet:

  • in Kombination mit „FOLFOX“-Chemotherapie (Oxaliplatin, 5-Fluoruracil und Folinsäure) als First-Line-Behandlung (bei zuvor nicht behandelten Patienten);
  • in Kombination mit „FOLFIRI“-Chemotherapie (Irinotecan, 5-Fluoruracil und Folinsäure) bei Patienten, die bereits eine Chemotherapie auf der Basis von Fluorpyrimidin erhalten haben (ohne Irinotecan);
  • als alleinige Therapie, wenn die Behandlung mit Kombinationen von Arzneimitteln gegen Krebs, die ein Fluorpyrimidin (wie z. B. 5-Fluoruracil), Oxaliplatin und Irinotecan enthalten, nicht mehr wirkt.


Besonderheiten
Der Wirkstoff in Vectibix, Panitumumab, ist ein monoklonaler Antikörper. Ein monoklonaler Antikörper ist ein Antikörper (eine Art Protein), der konzipiert wurde, um eine bestimmte Struktur (ein sogenanntes Antigen) auf bestimmten Zellen im Körper zu erkennen und an sie zu binden. Panitumumab wurde für die Bindung an EGFR entwickelt, der auf der Oberfläche bestimmter Zellen, wie z. B. der Zellen einiger Krebsarten, vorkommt. Wenn der Antikörper an EGFR bindet, können die Tumorzellen die über EGFR übertragenen Signale nicht mehr empfangen, die für das Wachstum, das Fortschreiten und die Ausbreitung des Tumors (Metastasen) erforderlich sind.
Panitumumab scheint in Tumorzellen, die mutiertes „RAS“ enthalten, nicht zu wirken, weil das Wachstum dieser Tumorzellen nicht durch die über EFGR übertragenen Signale gesteuert wird, sodass sie trotz des blockierten EGFR weiterwachsen.


Studien


Links


Literatur / Quellen