ABRAXANE® plus Gemcitabin erhält europäische Marktzulassung zur Erstlinienbehandlung von Patienten mit metastasierendem Bauchspeicheldrüsenkrebs

8. Januar 2014 | Kategorie: Im Focus, Substanzen

Erste neue Therapie zur Behandlung von metastasierendem Bauchspeicheldrüsenkrebs seit nahezu sieben Jahren zugelassen, was die Herausforderungen und Unmet Needs bei der Behandlung der Krankheit deutlich macht

BOUDRY, Schweiz — (BUSINESS WIRE – 8. Januar 2014, 06:20 AM Eastern Standard Time) — Celgene International Sàrl, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Celgene Corporation (NASDAQ: CELG), hat heute bekannt gegeben, dass die Europäische Kommission (EK) die Zulassung für ABRAXANE® (Paclitaxel, als an Albumin gebundene Nanopartikel-Formulierung oder nab-Paclitaxel) in Kombination mit Gemcitabin als Erstlinientherapie für erwachsene Patienten mit metastasierendem Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse oder metastasierendem Bauchspeicheldrüsenkrebs erteilt hat. (1)

In den vergangenen Jahrzehnten wurden kaum Fortschritte dabei erzielt, die Aussichten für Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs zu verbessern. Laut dem European Cancer Observatory wurde im Jahr 2012 bei 78.654 Personen in der EU Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert und 77.940 Personen verstarben im selben Jahr. (2) Die Sterblichkeit bei Bauchspeicheldrüsenkrebs ist hoch. Es handelt sich um die vierttödlichste Krebsart bei Männern und Frauen. (3) Patienten mit einer metastasierenden Erkrankung haben nach der Diagnose eine durchschnittliche Lebenserwartung von rund drei bis sechs Monaten. (4) Seit fast sieben Jahren sind keine Medikamente mehr für Bauchspeicheldrüsenkrebs zugelassen worden.

„Bei solch niedrigen Überlebensraten für diese Krankheit befinden sich die Patienten und ihre Familien in einer wirklich bedauernswerten Situation. Wir konnten nun jedoch nachweisen, dass die Hinzunahme von nab-Paclitaxel zu der herkömmlichen Behandlung mit Gemcitabin erhebliche Vorteile bei der Gesamtüberlebenszeit bietet, während die Nebenwirkungen kontrollierbar sind“, sagte Dr. Josep Tabernero, Head of the Medical Oncology Department am Vall d’Hebron Institute of Oncology und am Vall d’Hebron University Hospital in Barcelona (Spanien), sowie Leiter der MPACT-Studie. „Meines Erachtens wird diese Zulassung die Art, wie wir Patienten behandeln, verändern, und eine neue Möglichkeit mit guter Wirksamkeit und positivem Sicherheitsprofil eröffnen.“

Dr. Alan Colowick, President von Celgene Europe, the Middle East and Africa (EMEA), fügte hinzu: „ABRAXANE® in Kombination mit Gemcitabin ist die erste Therapie, die in Europa seit nahezu sieben Jahren zur Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs zugelassen wurde. Tatsächlich haben es seit 1990 über 30 Phase-III-Studien nicht geschafft, eine behördliche Zulassung in der Europäischen Union für fortgeschrittenen oder metastasierenden Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erlangen. Die Bekanntgabe von heute ist sicherlich ein entscheidender Schritt nach vorn, die Arbeit für Celgene ist damit aber keineswegs beendet. Wir fühlen uns nach wie vor verpflichtet, innovative Behandlungsformen zu entwickeln, um die Lebensqualität der Menschen mit dieser verheerenden Krankheit zu verbessern.“

Die EU-Entscheidung basiert auf den Ergebnissen der MPACT-Studie (Metastatic Pancreatic Adenocarcinoma Clinical Trial), einer nicht-verblindeten, randomisierten, internationalen Phase-III-Studie, die in der am 31. Oktober 2013 erschienenen Ausgabe des New England Journal of Medicine veröffentlicht wurde. Die MPACT-Studie umfasste 861 zuvor nicht mit einer Chemotherapie behandelte Patienten mit metastasierendem Bauchspeicheldrüsenkrebs in 151 medizinischen und wissenschaftlichen Behandlungszentren in 11 Ländern in Nordamerika, Ost- und Westeuropa sowie Australien. In der Studie zeigte sich bei der Behandlung von ABRAXANE® plus Gemcitabin eine statistisch signifikante Verbesserung des durchschnittlichen Gesamtüberlebens verglichen mit Gemcitabin allein (8,5 vs. 6,7 Monate) (HR 0,72, P<0,0001); eine Reduktion des Sterberisikos um insgesamt 28 Prozent. (5) Nebenwirkungen dritten Grades und höher, die bei Behandlung mit ABRAXANE® in Kombination mit Gemcitabin im Vergleich zu Gemcitabin allein festgestellt wurden, waren Neutropenie, Fatigue und periphere Neuropathie. (5) Die EU-Entscheidung folgt der positiven Stellungnahme des Ausschusses für Humanarzneimittel (Committee for Medicinal Products for Human Use, CHMP) im November 2013. (6) ABRAXANE® wird in den kommenden Monaten in der Europäischen Union gemäß örtlich geltenden Bestimmungen eingeführt. Über ABRAXANE®
ABRAXANE® ist eine albumingebundene Form von Paclitaxel. Es wird unter Verwendung der patentierten nab®- Technologie hergestellt. ABRAXANE® enthält Albumin, ein menschliches Protein, und ist frei von Lösungsmitteln.
In Europa wurde ABRAXANE® im Januar 2008 als Monotherapie zur Behandlung von metastasierendem Brustkrebs bei Erwachsenen zugelassen, bei denen die Erstbehandlung fehlgeschlagen war und eine Anthrazyklin-basierte Standardbehandlung nicht indiziert ist.
In den USA wurde ABRAXANE® erstmals im Januar 2005 von der US-amerikanischen Arzneimittelaufsichtsbehörde FDA zur Behandlung von Brustkrebs nach dem Versagen einer Kombinationschemotherapie gegen metastasierende Erkrankungsformen oder bei Rezidiven innerhalb von sechs Monaten nach einer adjuvanten Chemotherapie zugelassen. Sofern nicht klinisch kontraindiziert, sollte vor der Therapie ein Anthrazyklin verabreicht werden.
Weltweit wurde ABRAXANE® bisher in mehr als vierzig Ländern zur Behandlung von metastasierendem Brustkrebs (MBC) zugelassen.

Im Oktober 2012 wurde ABRAXANE® von der FDA als Erstlinientherapie von lokal fortgeschrittenem oder metastasierendem, nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) in Kombination mit Carboplatin für Patienten zugelassen, bei denen ein kurativer Eingriff oder eine Strahlentherapie nicht in Frage kommt. ABRAXANE® ist außerdem für die Behandlung von NSCLC in Argentinien, Australien, Japan und Neuseeland zugelassen.

Im September 2013 wurde ABRAXANE® von der FDA in Kombination mit Gemcitabin als Erstlinientherapie von Patienten mit metastasierendem Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse zugelassen.

Wichtige Sicherheitshinweise laut Kennzeichnung für den US-Markt

WARNUNG – NEUTROPENIE
– ABRAXANE® darf nicht an Patienten verabreicht werden, deren Neutrophilenzahl vor Behandlungsbeginn unter 1500 Zellen/mm3 liegt. Um das mögliche Auftreten einer Knochenmarksuppression zu überwachen, insbesondere Neutropenie, die einen schweren Verlauf nehmen und zu Infektionen führen kann, werden für alle Patienten unter ABRAXANE®-Behandlung häufige Blutbildkontrollen empfohlen.
– Hinweis: Eine Albumin-gebundene Form von Paclitaxel kann die funktionellen Eigenschaften eines Wirkstoffs im Verhältnis zu denen des aufgelösten Wirkstoffs erheblich beeinflussen. NICHT DURCH ANDERE PACLITAXEL-FORMULIERUNGEN ERSETZEN

GEGENANZEIGEN

Neutrophilenzahl

  • ABRAXANE® sollte nicht an Patienten verabreicht werden, deren Neutrophilenzahl vor Behandlungsbeginn unter 1500 Zellen/mm3 liegt.

Überempfindlichkeit

  • An Patienten, bei denen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen auf ABRAXANE® festgestellt wurden, sollte das Medikament nicht erneut verabreicht werden.

WARNHINWEISE UND VORSICHTSMASSNAHMEN

Hämatologische Auswirkungen

  • Knochenmarksuppression (vorwiegend Neutropenie) ist dosisabhängig und eine dosislimitierende Toxizität von ABRAXANE®. In klinischen Studien wurde eine Neutropenie dritten oder vierten Grades bei 34 % der Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs (MBC), 47 % der Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) und 38 % der Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt.
  • Um das Auftreten von Myelotoxizität zu überwachen, sollten häufige periphere Blutbildkontrollen durchgeführt werden, bei metastasierendem Brustkrebs (MBC) am 1. Behandlungstag vor Dosisverabreichung und bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC) und Bauchspeicheldrüsenkrebs am 1., 8. und 15. Behandlungstag.
  • ABRAXANE® sollte nicht verabreicht werden an Patienten mit einer absoluten Neutrophilenzahl (ANC) vor Behandlungsbeginn unter 1500 Zellen/mm3
  • Im Fall einer schweren Neutropenie (< 500 Zellen/mm3 an mindestens 7 Tagen) im Verlauf eines ABRAXANE®-Behandlungszyklus wird bei Patienten mit MBC oder NSCLC eine Reduzierung der ABRAXANE®-Dosis für die folgenden Behandlungszyklen empfohlen.
  • Vor Beginn weiterer 3-Wochen-Behandlungszyklen mit ABRAXANE® sollten Patientinnen mit MBC eine Neutrophilenzahl > 1500 Zellen/mm3 und eine Blutplättchenzahl > 100.000 Zellen/mm3 aufweisen.
  • Bei Patienten mit NSCLC sollte die Behandlung bei entsprechender ärztlicher Empfehlung mit einer dauerhaft reduzierten wöchentlichen ABRAXANE®-Dosis und einer Verabreichung von Carboplatin alle drei Wochen fortgesetzt werden, sobald am 1. Tag des Behandlungszyklus ein ANC-Wert von mindestens 1500 Zellen/mm3 und eine Blutplättchenzahl von mindestens 100.000 Zellen/mm3 oder am 8. oder 15. Tag des Behandlungszyklus ein ANC-Wert von mindestens 500 Zellen/mm3 und eine Blutplättchenzahl von mindestens 50.000 Zellen/mm3 erreicht wird.
  • Bei Patienten mit einem Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse sind ABRAXANE® und Gemcitabin zurückzuhalten, falls die absolute Neutrophilenzahl weniger als 500 Zellen/mm3 oder die Thrombozytenzahl weniger als 50.000 Zellen/mm3 beträgt. Der Beginn des nächsten Behandlungszyklus sollte aufgeschoben werden, falls die absolute Neutrophilenzahl am 1. Tag des Behandlungszyklus unter 1500 Zellen/mm3oder die Thrombozytenzahl unter 100.000 Zellen/mm3 liegt. Soweit empfohlen setzen Sie die Behandlung mit einer entsprechend reduzierten Dosis fort.

Nervensystem

  • Das Risiko einer sensorischen Neuropathie ist dosis- und schemaabhängig.
  • Das Auftreten einer sensorischen Neuropathie ersten oder zweiten Grades erfordert im Allgemeinen keine Änderung der Dosierung.
  • Im Fall einer sensorischen Neuropathie dritten oder höheren Grades sollte die Behandlung von MBC-Patientinnen bis zum Abklingen auf den ersten oder zweiten Grad bzw. die Behandlung von Patienten mit NSCLC oder Bauchspeicheldrüsenkrebs bis zum Abklingen auf den ersten Grad unterbrochen werden. Anschließend ist die Dosierung aller nachfolgenden Verabreichungen von ABRAXANE® herabzusetzen.

Sepsis

  • Bei 5 Prozent der Patienten mit oder ohne Neutropenie, die ABRAXANE® in Verbindung mit Gemcitabin erhielten, trat eine Sepsis auf.
  • Ein Verschluss der Gallenwege oder das Vorhandensein eines biliären Stents waren Faktoren, die das Risiko einer schweren oder tödlichen Sepsis beeinflussten.
  • Falls ein Patient febril wird (unabhängig von der absoluten Neutrophilenzahl) ist eine Behandlung mit einem Breitspektrumantibiotikum einzuleiten.
  • Im Falle einer febrilen Neutropenie ist die Behandlung mit ABRAXANE® und Gemcitabin zu unterbrechen, bis sich das Fieber legt und die absolute Netrophilenzahl bei mindestens 1500 Zellen/mm3 liegt. Anschließend kann die Behandlung mit einem niedrigeren Dosierungsniveau fortgesetzt werden.

Pneumonitis

  • Pneumonitis, einschließlich einiger Fälle mit tödlichem Ausgang, trat bei 4 Prozent der Patienten auf, die ABRAXANE® in Kombination mit Gemcitabin erhielten.
  • Die Patienten müssen auf Anzeichen und Symptome überwacht werden. Bei Verdachtauf Pneumonitis muss die Behandlung mit ABRAXANE® und Gemcitabin unterbrochen werden.
  • Bestätigt sich der Verdacht auf Pneumonitis, ist ein dauerhafter Abbruch der Behandlung mit ABRAXANE® und Gemcitabin notwendig.

Überempfindlichkeit

  • Fälle von schwerer und manchmal tödlich verlaufenden Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich anaphylaktischer Reaktionen, wurden gemeldet.
  • Patienten, bei denen schwere Überempfindlichkeitsreaktionen auf ABRAXANE® aufgetreten sind, sollte das Medikament nicht erneut verabreicht werden.

Leberfunktionsstörungen

  • Da die Exposition und Toxizität von Paclitaxel bei Leberfunktionsstörungen erhöht sein kann, ist bei der ABRAXANE®-Behandlung von Patienten mit Leberfunktionsstörungen besondere Vorsicht geboten.
  • Bei der Behandlung von MBC und NSCLC sollten Patienten mit mittelschweren bis
    schweren Leberfunktionsstörungen eine niedrigere Anfangsdosis erhalten.
  • Bei der Behandlung von Adenokarzinomen der Bauchspeicheldrüse wird ABRAXANE® nicht für Patienten mit mittelschweren bis schweren Leberfunktionsstörungen empfohlen.

Humanalbumin

  • ABRAXANE® enthält Humanalbumin, das aus menschlichem Blut gewonnen wird.

Anwendung während der Schwangerschaft: Schwangerschafts-Kategorie D

  • ABRAXANE® kann bei Verabreichung während der Schwangerschaft den Fötus schädigen.
  • Bei einer Einnahme dieses Wirkstoffs während einer Schwangerschaft, oder wenn die Patientin während der Behandlung schwanger wird, muss die Patienten über die Risiken für den Fötus aufgeklärt werden.
  • Frauen im gebärfähigen Alter muss nachdrücklich angeraten werden, eine Schwangerschaft während der Behandlung mit ABRAXANE® zu vermeiden.

Anwendung bei Männern

  • Männer sollten während der Behandlung mit ABRAXANE® kein Kind zeugen.

NEBENWIRKUNGEN

Randomisierte Studie an Patientinnen mit metastasierendem Brustkrebs (MBC)

  • Die häufigsten Nebenwirkungen (≥ 20 %), die während der MBC-Studie bei einer Monotherapie mit ABRAXANE® verglichen mit der Paclitaxel-Injektion beobachtet wurden, waren Alopezie (90 %, 94 %), Neutropenie (alle Fälle 80 %, 82 %, schwere Fälle 9 %, 22 %), sensorische Neuropathie (alle Symptome 71 %, 56 %, schwere Fälle 10 %, 2 %), anomale EKG-Werte (alle Patienten 60 %, 52 %, Patienten mit normalen Ausgangswerten 35 %, 30 %), Fatigue/Asthenie (alle 47 %, 39 %; schwere Fälle 8 %, 3 %), Myalgie/Arthralgie (alle 44 %, 49 %, schwere Fälle 8 %, 4 %), erhöhte AST-Werte (alle 39 %, 32 %), erhöhte alkalische Phosphatase (alle 36 %, 31 %), Anämie (alle 33 %, 25 %, schwere Fälle 1 %, < 1 %), Übelkeit (alle 30 %, 22 %, schwere Fälle 3 %, < 1 %), Diarrhö (alle 27 %, 15 %, schwere Fälle < 1 %, 1 %) und Infektionen (24 %, 20 %).
  • Sensorische Neuropathie war die Ursache für das Absetzen von ABRAXANE® bei 7 von 229 Patienten (3 %).
  • Sonstige bedeutsame Nebenwirkungen durch die Anwendung von ABRAXANE® gegenüber Paclitaxel-Injektion waren Erbrechen (alle 18 %, 10 %, schwere Fälle 4 %, 1 %), Flüssigkeitseinlagerung (alle 10 %, 8 %, schwere Fälle 0 %, < 1 %), Mukositis (alle 7 %, 6 %, schwere Fälle < 1 %, 0 %), Leberfunktionsstörung (erhöhte Bilirubinwerte 7 %, 7 %), Überempfindlichkeitsreaktionen (alle 4 %, 12 %, schwere Fälle 0 %, 2 %), Thrombozytopenie (alle 2 %, 3 %, schwere Fälle < 1 %, < 1 %), neutropenische Sepsis (< 1 %, < 1 %) und Reaktionen an der Einstichstelle (< 1 %, 1 %). Dehydratation und Fieber wurden ebenfalls berichtet.
  • Bei Patienten in ABRAXANE®-Behandlung (n = 229) wurden Nierenfunktionsstörungen (alle 11 %, schwere Fälle 1 %) festgestellt.
  • Bei allen mit ABRAXANE® behandelten Patienten (n = 366) sind Augenbeschwerden und Sehstörungen aufgetreten (13 %, schwere Fälle 1 %).
  • Bei etwa 3 % der Patienten traten schwere kardiovaskuläre Ereignisse auf, bei denen möglicherweise ein kausaler Zusammenhang mit der ABRAXANE®-Monotherapie besteht, darunter kardiale Ischämie/Herzinfarkt, Brustschmerzen, Herzstillstand, supraventrikuläre Tachykardie, Ödeme, Thrombosen, Lungenthromboembolie, Lungenembolien und Bluthochdruck.
  • Ferner wurden Fälle von Schlaganfall und transitorischen ischämischen Attacken berichtet.

Studie an Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs (NSCLC)

  • Die häufigsten beobachteten Nebenwirkungen (≥ 20 %) der ABRAXANE®- und Carboplatin-Kombinationstherapie waren Anämie, Neutropenie, Thrombozytopenie, Alopezie, periphere Neuropathie, Übelkeit und Fatigue.
  • Die häufigsten schweren Nebenwirkungen der Kombinationstherapie mit ABRAXANE® und Carboplatin bei NSCLC waren Anämie (4 %) und Pneumonie (3 %).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die zum dauerhaften Absetzen von ABRAXANE® führten, waren Neutropenie (3 %), Thrombozytopenie (3 %) und periphere Neuropathie (1 %).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die zur Reduzierung der ABRAXANE®-Dosis führten, waren Neutropenie (24 %), Thrombozytopenie (13 %) und Anämie (6 %).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die eine Unterbrechung oder Verzögerung der Verabreichung von ABRAXANE® zur Folge hatten, waren Neutropenie (41 %), Thrombozytopenie (30 %) und periphere Neuropathie (16 %).
  • Folgende häufige (≥ 10 %) Nebenwirkungen wurden mit vergleichbarer Inzidenz bei Patienten beobachtet, die mit ABRAXANE® plus Carboplatin oder Paclitaxel-Injektion plus Carboplatin behandelt wurden: Alopezie 56 %, Übelkeit 27 %, Fatigue 25 %, verminderter Appetit 17 %, Asthenie 16 %, Verstopfung 16 %, Diarrhö 15 %, Erbrechen 12 %, Atemnot 12 % und Hautausschlag 10 % (Inzidenzraten beziehen sich auf die Behandlungsgruppe ABRAXANE® plus Carboplatin).
  • Nebenwirkungen mindestens dritten Grades mit einem Häufigkeitsunterschied von ≥ 2 %, die bei der Kombinationstherapie mit ABRAXANE® und Carboplatin gegenüber der Kombinationstherapie mit Paclitaxel-Injektion und Carboplatin zur Behandlung von NSCLC auftraten, waren Anämie (28 % bzw. 7 %), Neutropenie (47 %, 58 %), Thrombozytopenie (18 %, 9 %) und periphere Neuropathie (3 %, 12 %).
  • Nebenwirkungen ersten bis vierten Grades mit einem Häufigkeitsunterschied von ≥ 5%, die bei der Kombinationstherapie mit ABRAXANE® und Carboplatin gegenüber der Kombinationstherapie mit Paclitaxel-Injektion und Carboplatin zur Behandlung von NSCLC auftraten, waren Anämie (98 % bzw. 91 %), Thrombozytopenie (68 %, 55 %), periphere Neuropathie (48 %, 64 %), periphere Ödeme (10 %, 4 %), Nasenbluten (7 %, 2 %), Gelenkschmerzen (13 %, 25 %) und Myalgie (10 %, 19 %).
  • Eine Neutropenie (alle Schweregrade) wurde bei 85 % der mit ABRAXANE® und Carboplatin behandelten Patienten im Vergleich zu 83 % der mit Paclitaxel-Injektion und Carboplatin behandelten Patienten festgestellt.

Studie an Patienten mit Adenokarzinom der Bauchspeicheldrüse

  • Von den häufigsten (≥ 20 %) bei der Phase-III-Studie beobachteten Nebenwirkungen war die Häufigkeit der folgenden in der ABRAXANE®/Gemcitabin-Gruppe ≥ 5% höher als in der Gemcitabin-Gruppe: Neutropenie (73 %, 58 %), Fatigue (59 %, 46 %), periphere Neuropathie (54 %, 13 %), Übelkeit (54 %, 48 %), Alopezie (50 %, 5 %), periphere Ödeme (46 %, 30 %), Diarrhö (44 %, 24 %), Pyrexie (41 %, 28 %), Erbrechen (36 %, 28 %), Appetitverlust (36 %, 26 %), Ausschlag (30 %, 11 %) und Dehydratation (21 %, 11 %).
  • Von diesen häufigsten Nebenwirkungen war die Häufigkeit einer Toxizität dritten bis vierten Grades bei den folgenden in der ABRAXANE®/Gemcitabin-Gruppe um mindestens 2 % höher als in der Gemcitabin-Gruppe: Neutropenie (38 %, 27 %), Fatigue (18 %, 9 %), periphere Neuropathie (17 %, 1 %), Übelkeit (6 %, 3 %), Diarrhö (6 %, 1 %), Pyrexie (3 %, 1 %), Erbrechen (6 %, 4 %), Appetitverlust (5 %, 2 %) und Dehydratation (7 %, 2 %).
  • Eine Thrombozytopenie (aller Schweregrade) wurde bei 74 % der Patienten in der ABRAXANE®/Gemcitabin-Gruppe festgestellt, verglichen mit 70 % der Patienten in der Gemcitabin-Gruppe.
  • Die häufigsten schweren Nebenwirkungen von ABRAXANE® (mit einer um ≥ 1 % höheren Häufigkeit) waren Pyrexie (6 %), Dehydratation (5 %), Lungenentzündung (4 %) und Erbrechen (4 %).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die zum dauerhaften Absetzen von ABRAXANE® führten, waren periphere Neutropenie (8 %), Fatigue (4 %) und Thrombozytopenie (2 %).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die zur Reduzierung der ABRAXANE®-Dosis führten, waren Neutropenie (10 %) und periphere Neuropathie (6 %).
  • Die häufigsten Nebenwirkungen, die eine Unterbrechung oder Verzögerung der Verabreichung von ABRAXANE® zur Folge hatten, waren Neutropenie (16 %), Thrombozytopenie (12 %), Fatigue (8 %), periphere Neuropathie (15 %), Anämie (5 %) und Diarrhö (5 %).
  • Weitere ausgewählte Nebenwirkungen aller Toxizitätsgrade, deren Häufigkeit in der ABRAXANE®/Gemcitabin-Gruppe ≥ 5 % höher war als in der Gemcitabin-Gruppe, waren Asthenie (19 % bzw. 13 %), Mukositis (10 %, 4 %), Dysgeusie (16 %, 8 %), Kopfschmerzen (14 %, 9 %), Hypokaliämie (12 %, 7 %), Husten (17 %, 7 %), Nasenbluten (15 %, 3 %), Harnwegsinfektionen (11 %, 5 %), Schmerzen in Extremitäten (11 %, 6 %), Gelenkschmerzen (11 %, 3 %), Myalgie (10 %, 4 %) und Depression (12 %, 6 %).
  • Weitere ausgewählte Nebenwirkungen der Toxizitätsgrade 3 bis 4, deren Häufigkeit in der ABRAXANE®/Gemcitabin-Gruppe ≥ 2 % höher war als in der Gemcitabin-Gruppe, waren Thrombozytopenie (13 %, 9 %), Asthenie (7 %, 4 %) und Hypokaliämie (4 %, 1 %).

Praxiserfahrungen mit ABRAXANE® und anderen Paclitaxel-Formulierungen nach Markteinführung

  • Im Zusammenhang mit ABRAXANE® wurden schwere und manchmal tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen berichtet. Die Anwendung von ABRAXANE bei Patienten, bei denen zuvor Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber Paclitaxel-Injektion oder Humanalbumin auftraten, wurde nicht untersucht.
  • Während der ABRAXANE®-Behandlung wurden Fälle von kongestiver Herzinsuffizienz und linksventrikulärer Dysfunktion beobachtet, insbesondere bei Patienten mit einer kardialen Grunderkrankung oder bei vorheriger Exposition gegenüber kardiotoxischen Wirkstoffen.
  • Es wurden Fälle einer Extravasation von ABRAXANE® berichtet. Aufgrund der Möglichkeit einer Extravasation wird eine engmaschige Beobachtung der ABRAXANE®-Injektionsstelle empfohlen, sodass eine Infiltration bei der Wirkstoffverabreichung vermieden werden kann.

WECHSELWIRKUNGEN MIT ANDEREN ARZNEIMITTELN

  • Vorsicht ist geboten bei der gleichzeitigen Verabreichung von ABRAXANE® mit anderen Arzneimitteln, die CYP2C8 oder CYP3A4 entweder hemmen oder induzieren.

ANWENDUNG BEI SPEZIELLEN PATIENTENGRUPPEN

Stillende Mütter

  • Es ist nicht bekannt, ob Paclitaxel über die Muttermilch ausgeschieden wird. Da viele Wirkstoffe über die Muttermilch ausgeschieden werden sowie aufgrund von potenziellen schweren Nebenwirkungen bei Säuglingen ist entweder das Absetzen des Arzneimittels oder das Abstillen in Betracht zu ziehen, wobei die Bedeutung des Arzneimittels für die Mutter zu berücksichtigen ist.

Kinder und Jugendliche

  • Die Sicherheit und die Wirksamkeit von ABRAXANE® bei Kindern und Jugendlichen wurden nicht untersucht.

Ältere Patienten

  • Keine der Toxizitäten war bei Patienten ≥ 65 Jahren, die ABRAXANE® zur Behandlung von MBC erhielten, eindeutig häufiger zu beobachten.
  • Myelosuppression, periphere Neuropathie und Gelenkschmerzen traten häufiger bei Patienten ≥ 65 Jahren auf, die mit ABRAXANE® und Carboplatin gegen NSCLC behandelt wurden.
  • Bei der Behandlung von Adenokarzinoma der Bauchspeicheldrüse mit ABRAXANE® und Gemcitabin traten Diarrhö, Appetitverlust, Dehydratation und Nasenbluten bei Patienten im Alter von mindestens 65 Jahren häufiger auf als bei Patienten unter 65 Jahren.

Nierenfunktionsstörungen

  • Die Anwendung von ABRAXANE® wurde nicht an Patienten mit Nierenfunktionsstörungen untersucht.

DOSIERUNG UND ART DER ANWENDUNG

  • Bei der Behandlung von MBC und NSCLC sollten Patienten mit mittelschweren bis schweren Leberfunktionsstörungen eine angepasste Dosis erhalten. Bei AST > 10 x ULN oder Bilirubin > 5 x ULN ist ABRAXANE® zurückzuhalten.
  • Bei Bilirubin ≥ 1,26 x ULN oder AST > 10 x ULN während einer Behandlung von Adenokarzinoma der Bauchspeicheldrüse ist ABRAXANE® zurückzuhalten.
  • Dosisreduktionen oder das Absetzen der Behandlung können beim Auftreten schwerer hämatologischer, neurologischer, kutaner oder gastrointestinaler Toxizitäten erforderlich sein.
  • Eine engmaschige Überwachung der Patienten ist notwendig.

Bitte beachten Sie die vollständigen Verschreibungsinformationen einschließlich der gerahmten Warnhinweise unter
http://abraxane.com/downloads/Abraxane_PrescribingInformation.pdf

Über Celgene
Die Celgene Corporation mit Hauptsitz in Summit, New Jersey, ist ein integriertes, globalespharmazeutischese Unternehmen mit Tätigkeitsschwerpunkt auf der Entdeckung, Entwicklung und Vermarktung innovativer Therapien zur Behandlung von Krebs und entzündlichen Erkrankungen mittels Gen- und Proteinregulierung. Celgene International Sàrl ansässig in Boudry, Schweiz, ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft und der internationale Hauptgeschäftssitz der Celgene Corporation. Weitere Informationen erhalten Sie im Internet unter www.celgene.com.

Zukunftsbezogene Aussagen
Diese Mitteilung enthält zukunftsbezogene Aussagen, bei denen es sich im Allgemeinen um Aussagen handelt, die keine historischen Fakten darstellen. Zukunftsbezogene Aussagen sind an Wörtern wie „erwartet“, „geht davon aus“, „ist überzeugt“, „beabsichtigt“, „schätzt“, „plant“, „wird“, „Ausblick“ und ähnlichen Ausdrücken erkennbar. Zukunftsbezogene Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Annahmen und Prognosen der Geschäftsleitung und geben nur den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wieder. Celgene Corporation übernimmt keinerlei Verpflichtung zur Aktualisierung zukunftsbezogener Aussagen aufgrund von neuen Informationen oder zukünftigen Ereignissen, es sei denn, dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Zukunftsbezogene Aussagen sind mit Risiken und Unsicherheiten behaftet, von denen die meisten schwer vorhersehbar sind und in der Regel nicht unserer Kontrolle unterliegen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von den in den zukunftsbezogenen Aussagen implizierten Ergebnissen aufgrund einer Reihe von Faktoren erheblich abweichen, von denen viele in unserem Jahresbericht auf Formblatt 10-K und in anderen bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereichten Berichten der Celgene Corporation ausführlicher beschrieben sind.

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Die Ausgangssprache, in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle und autorisierte Version. Übersetzungen werden zur besseren Verständigung mitgeliefert. Nur die Sprachversion, die im Original veröffentlicht wurde, ist rechtsgültig. Gleichen Sie deshalb Übersetzungen mit der originalen Sprachversion der Veröffentlichung ab.

References
1 ABRAXANE Summary of Product Characteristics
2 European Cancer Observatory. Pancreatic cancer. http://eucancer.
iarc.fr/EUCAN/Cancer.aspx?Cancer=15
Accessed December 2013
3 Malvezzi M et al. Ann Oncol 2013;24:792-800
4 Huggett MT et al. Practitioner. 2011 ; 255(1742): 21–3.
5 Von Hoff DD et al. N Engl J Med 2013;369:1691-1703
6 European Medicines Agency, Committee for Medicinal Products for Human Use (CHMP).
Summary of opinion – ABRAXANE (available online at:
http://www.ema.europa.eu/docs/en_GB/document_library/Press_release/2013/11/WC500155
476.pdf
)

Quelle: Celgene


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