Erster MAYA-Förderpreis an junge Melanom-Forscherinnen verliehen

13. Oktober 2020 | Kategorie: Für Sie gelesen

 

Haematologie-info  

Neue Therapieoptionen haben die Behandlungssituation beim Melanom in den vergangenen Jahren stark verbessert. Voraussetzung für diese und künftige Fortschritte ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärzt*innen, Wissenschaftler*innen und der pharmazeutischen Industrie. Um die Patientenversorgung beim Melanom auch weiterhin voranzubringen, hat Novartis in diesem Jahr erstmals den MAYA-Förderpreis (Melanoma Award forYoung Academics) im Wert von jeweils 20.000 Euro für junge Forscher*innen vergeben. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des 30. Deutschen Hautkrebskongresses der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO).


Unabhängiges Expertengremium wählte die prämierten Projekte aus

„Obwohl wir den Förderpreis in diesem Jahr das erste Mal vergeben haben, bewarben sich bereits 17 verschiedene Jungforscherinnen und -forscher“, freute sich Prof. Dr. Carola Berking (Erlangen), die das Symposium gemeinsam mit Dr. Peter Mohr (Buxtehude) und Dr. Dirk Debus (Nürnberg) moderierte. Die schwierige Aufgabe, die drei besten Projekte auszuwählen, hatte ein unabhängiges wissenschaftliches Experten-Gremium bestehend aus Prof. Dr. Friedegund Meier (Dresden), Prof. Dr. Thomas Eigentler (Tübingen), Prof. Dr. Alexander Rösch (Essen) und Prof. Dr. Christoffer Gebhardt (Hamburg). Prämiert wurden die Forschungsarbeiten von Dr. Teresa Amaral (Tübingen), Dr. Renáta Váraljai (Essen) und Dr. Miriam Mengoni (Magdeburg).

Forschungsprojekte zielen auf eine Verbesserung von Diagnose und Therapie ab

Dr. Teresa Amaral widmete sich in ihrer Forschungsarbeit dem Thema „Combined Disulfiram plus Trametinib for the Treatment of BRAF-Wildtype Melanomas with Hyperactivation of the MAPK-Signaling Pathway”. Sie verfolgt dabei gemeinsam mit ihrem Team das Ziel, mit einer neuen Kombinationstherapie die Prognose von Patienten mit BRAF-Wildtyp-Melanomen zu verbessern.

Thema der von Dr. Renáta Váraljai eingereichten Arbeit war „The role of interleukin-17 indetermining additive therapeutic effects of anti-CTLA-4 to anti-PD-1 blockade in melanoma“. Ihre Forschung zielt darauf ab, die Rolle von IL-17 bei der Tumorregulation im Micro Environment darzustellen. Zusätzlich erforscht das Projekt dabei die klinische Relevanz von IL-17 als potenziellen Biomarker.

Die Arbeit „Role of the aryl hydrocarbon receptor pathway in the tumor microenvironment in melanoma progression and therapy response“ von Dr. Miriam Mengoni beschäftigt sich mit der Bedeutung des Arylhydrocarbon-Rezeptors (AHR)-Signalweges im Tumormikromilieu für Progression und Therapieansprechen des Melanoms. Dabei soll die Hypothese geprüft werden, dass der AHR-Signalweg im Mikromilieu die Metastasierung von Melanomen im Mausmodell fördert. Der AHR bietet zudem Ansatzpunkte für die Entwicklung künftiger Biomarker.

„Es war toll, dass die verschiedenen Forschungsarbeiten und vielversprechenden Ansätze in diesem Rahmen vorgestellt wurden. Die Arbeiten repräsentieren die Breite der deutschen Forschung und sind Highlights, die man sonst nur in Postern sieht“, fasste Dr. Dirk Debus zusammen.

Novartis wird den MAYA-Förderpreis auch im kommenden Jahr an ambitionierte Nachwuchswissenschaftler*innen vergeben.

Quelle: Novartis


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