Frühes HER2-positives Mammakarzinom

18. November 2019 | Kategorie: Pharmaindustrie

CHMP empfiehlt Kadcyla für die post-neoadjuvante Therapie

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) empfiehlt die Zulassung von Kadcyla® (Trastuzumab Emtansin) für die Behandlung von Patienten mit frühem HER2-positivem Mammakarzinom, die nach einer neoadjuvanten systemischen und HER2-gerichteten Therapie keine pathologische Komplettremission (pCR) erreichen. Grundlage für das positive Votum sind die Resultate der KATHERINE-Studie: Diese zeigen, dass Patienten ohne pCR nach neoadjuvanter Therapie (non-pCR) ein um 50 % reduziertes Rezidiv- bzw. Sterberisiko haben, wenn sie nach der Operation mit Kadcyla anstelle von Herceptin® (Trastuzumab) behandelt werden.1 Die Entscheidung der Europäischen Kommission über die EU-Zulassung von Kadcyla für die post-neoadjuvante Therapie wird noch Ende diesen Jahres erwartet.

Risiko für Rezidiv oder Tod unter Kadcyla halbiert
Das zentrale Resultat von KATHERINE: Die post-neoadjuvante Behandlung mit Kadcyla bei non-pCR-Patienten bewirkte eine signifikante Verbesserung des invasiv krankheitsfreien Überlebens (iDFS). Gegenüber der Therapie mit Herceptin konnte die iDFS-Rate nach 3 Jahren (medianes Follow-up: 41 Monate) von 77,0 % auf 88,3 % erhöht werden.1 Das entspricht einer signifikanten und klinisch bedeutsamen Reduktion des Rezidiv- bzw. Sterberisikos um 50 % (HR: 0,50; 95 %-KI: 0,39 – 0,64; p < 0,0001). Die Arbeitsgemeinschaft für Gynäkologische Onkologie (AGO Kommission Mamma) hat bereits vor Zulassung die Behandlung mit Kadcyla im post-neoadjuvanten Setting von Patienten mit HER2-positivem Mammakarzinom ohne pCR mit einem Plus bewertet.2 Individualisierung der Therapie verbessert Heilungschancen der Patienten Das oberste Ziel der Therapie des frühen HER2-positiven Mammakarzinoms ist die Heilung der Patienten. Durch das positive Votum für den post-neoadjuvanten Einsatz von Kadcyla stellt der CHMP eine Erweiterung der Therapiesequenz beim frühen HER2-positiven Mammakarzinom in Aussicht, mit der die Behandlung nach der Operation noch besser individualisiert und für den einzelnen Patienten optimiert werden kann. Für non-pCR-Patienten könnte Kadcyla damit ein vielversprechender neuer Behandlungsstandard werden, der die Heilungschancen dieser Patienten deutlich verbessert. [1] von Minckwitz G et al., NEJM 2019, 380: 617-628 [2] AGO Kommission Mamma; Diagnostik und Therapie von Patientinnen mit primärem und metastasiertem Brustkrebs; Empfehlungen 2019. www.ago-online.de, Letzter Aufruf: November 2019

Quelle: Roche AG


Schlagworte: ,

Kommentare sind geschlossen

Diese Website nutzt den Dienst 'Google Analytics', welcher von der Google lnc. (1600 Amphitheatre Parkway Mountain View, CA 94043, USA) angeboten wird, zur Analyse der Websitebenutzung durch Nutzer. Der Dienst verwendet 'Cookies' - Textdateien, welche auf Ihrem Endgerät gespeichert werden. Falls Sie kein Tracking durch Google Analytics wünschen, klicken Sie bitte hier: Google Analytics Tracking deaktivieren. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen