Genetische Charakterisierung bringt lang ersehnten Erfolg in der Behandlung des Melanoms

22. September 2015 | Kategorie: Substanzen

 

Haematologie-info  

Das metastasierte Melanom ist mit einer sehr schlechten Prognose assoziiert. Wegen steigender Inzidenz- und geringer Überlebensraten besteht ein hoher medizinischer Bedarf. Daher wird seit mehr als zwei Jahrzenten mit Hochdruck daran geforscht, das Überleben der Melanom-Patienten in fortgeschrittenen Stadien zu verbessern, doch es konnten kaum nennenswerte Erfolge verzeichnet werden. Den Durchbruch schaffte schließlich die genetische Charakterisierung des Melanoms, die ergab, dass in etwa 70% der Fälle Mutationen in den Genen cKIT, NRAS oder BRAF vorliegen. Allein die BRAF-Mutation tritt bei ca. 40-60% der Melanome auf. Diese Entdeckung legte den Grundstein für die Erforschung innovativer Medikamente, die auf diese Mutationen abzielen. So wurde der oral zu verabreichende Inhibitor der BRAF-Serin-Threonin-Kinase Zelboraf® (Vemurafenib) entwickelt und im Jahr 2012 zugelassen. V600-Mutationen im BRAF-Gen führen zu verstärkter Zellproliferation und verhindern den programmierten Zelltod (Apoptose). Die gezielte Blockade des V600-mutierten BRAF-Gens durch Zelboraf® kann den gestörten Signalweg wieder herstellen.

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Quelle: Roche


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