Lungenkrebsmonat November

27. Oktober 2017 | Kategorie: Highlight

 

Haematologie-info  

Awareness-Monat klärt über Risikofaktoren, Krankheitsverlauf und Weiterentwicklungen, wie die immunonkologische Therapie, in der Behandlung von fortgeschrittenem Lungenkrebs auf

MSD: Wie in jedem Jahr, widmet sich der Lungenkrebsmonat November, auch Lung Cancer Awareness Month (LCAM) genannt, der Aufklärung rund um das Thema Lungenkrebs. Ziel ist es, die breite Öffentlichkeit sowie Patienten und Angehörige über Risikofaktoren, Krankheitsverlauf und neue Therapieoptionen zu informieren. So stellen u. a. innovative immunonkologische Behandlungsmöglichkeiten eine Weiterentwicklung im Kampf gegen den Lungenkrebs dar.

Lungenkrebs – auch Lungen- oder Bronchialkarzinom genannt – ist eine Krebserkrankung, die aus dem Lungengewebe hervorgeht.1 In Deutschland ist Lungenkrebs die zweithäufigste Krebsart bei Männern und die dritthäufigste bei Frauen*.2 So erkrankten im Jahr 2012 schätzungsweise 34.500 Männer und 18.000 Frauen neu an dieser Krebsform.2 In der Mehrheit der Fälle handelt es sich um den sogenannten nicht-kleinzelligen Lungenkrebs (NSCLC)3, der im fortgeschrittenen Stadium – d. h. der Krebs hat sich bereits im Körper ausgebreitet – in der Regel mit einer ungünstigen Prognose verbunden ist.2

Ursachen für Lungenkrebs
Bis heute ist nicht vollständig geklärt, warum manche Menschen Krebs bekommen und andere nicht. Allerdings kann Lungenkrebs einem eindeutigen Hauptrisikofaktor zugewiesen werden: Dem „aktiven“ und dem „passiven“ Rauchen.4 Hierbei sind besonders die Anzahl täglich gerauchter Zigaretten, wann mit dem Rauchen begonnen wurde sowie die Anzahl der Raucherjahre relevant.4 Weitere Risikofaktoren sind u. a. Umwelteinflüsse, genetische Veranlagung und gesundheitsschädliche Substanzen, wie Asbest und aromatische Kohlenwasserstoffe. Da diese Substanzen meist im beruflichen Umfeld auftreten, zählt Lungenkrebs zu einer der häufigsten Berufskrankheiten.4

Diagnose: Nicht-kleinzelliger Lungenkrebs
Im frühen Stadium des nicht-kleinzelligen Lungenkrebses – d. h. der Krebs hat sich noch nicht im Körper ausgebreitet – besteht die Möglichkeit, das Tumorgewebe vollständig operativ zu entfernen.3 Aufgrund seiner unspezifischen Symptome wird Lungenkrebs allerdings häufig erst in einem Stadium diagnostiziert, in dem er sich bereits im Körper ausgebreitet hat. Die Prognose in diesem sogenannten fortgeschrittenen Stadium ist häufig ungünstig.2,4 Als Behandlungsansätze können dann z. B. Chemotherapie und/oder Bestrahlung in Frage kommen.4 Für bestimmte Patienten mit nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium bieten immunonkologische Therapien eine Erweiterung der Behandlungsoptionen.4

Das Immunsystem – ein Schlüssel im Kampf gegen fortgeschrittenen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs
Immunonkologische Therapien zielen – anders als andere Therapieansätze – darauf ab, das körpereigene Immunsystem für den Kampf gegen den Krebs stark zu machen und zu reaktivieren. Manchen Krebszellen gelingt es, die Immunzellen auszutricksen und an ihrer Abwehrfunktion zu hindern. Die immunonkologischen Therapien setzen genau dort an, indem sie die Immunzellen wieder in die Lage versetzen, Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen.5 Das Immunsystem wird sozusagen reaktiviert. Vor Therapiebeginn bei nicht-kleinzelligem Lungenkrebs im fortgeschrittenen Stadium mit bestimmten immunonkologischen Substanzen ist es erforderlich, dass ein sogenannter Biomarker-Test durchgeführt wird, der prüft, ob und in welchem Umfang bestimmte Oberflächenrezeptoren, auf den Krebszellen vorhanden sind.

Auf www.immunonkologie.de finden Sie Informationen rund um das Thema Immunonkologie. So berichten dort Patienten von ihren persönlichen Erfahrungen mit der immunonkologischen Therapie. Des Weiteren informiert ein Video über die Wirkweise eines immunonkologischen Therapieansatzes.

Quellen:

1 Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Lungenkrebs. Anatomie, Tumorbiologie, Krebshäufigkeit: Was ist Lungenkrebs? Abrufbar unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/lungenkrebs/ueberblick.php. Letzter Zugriff: 31.08.2017.
2 Robert Koch-Institut und Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V.: Krebs in Deutschland 2011/2012, 10. Ausgabe, 2015; Abrufbar unter: http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2015/krebs_in_deutschland_2015.pdf;jsessionid=D921A54473BB572DFD3EDB0D85D27547.2_cid363?__blob=publicationFile. Letzter Zugriff: 31.08.2017.
3 Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Lungenkrebs: Therapie nicht-kleinzelliger Bronchialkarzinome. Abrufbar unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/lungenkrebs/nicht-kleinzellig.php. Letzter Zugriff: 31.08.2017.
4 Stiftung Deutsche Krebshilfe: Die blauen Ratgeber. Lungenkrebs, Abrufbar unter: https://www.krebshilfe.de/fileadmin/Downloads/PDFs/Blaue_Ratgeber/010_0076.pdf. Letzter Zugriff: 31.08.2017.
5 Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Infoblatt. Immuntherapie. Abrufbar unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/wegweiser/iblatt/iblatt-immuntherapie.pdf?m=1478690626. Letzter Zugriff: 31.08.2017.

Quelle: MSD


Schlagworte: , , ,

Kommentare sind geschlossen

Diese Website nutzt den Dienst 'Google Analytics', welcher von der Google lnc. (1600 Amphitheatre Parkway Mountain View, CA 94043, USA) angeboten wird, zur Analyse der Websitebenutzung durch Nutzer. Der Dienst verwendet 'Cookies' - Textdateien, welche auf Ihrem Endgerät gespeichert werden. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen