Malignes Melanom: Initiative Hautkrebsfrüherkennung #scHAUThin

14. Mai 2020 | Kategorie: Tipps

Nach wie vor überschattet die Corona-Krise viele andere Gesundheitsfragen. Aus Furcht vor einer Ansteckung mit dem neuen Corona-Virus meiden
überdies viele Menschen Vorsorgeuntersuchungen beim Arzt. Doch bei einer Erkrankung wie dem malignen Melanom ist das gefährlich, denn er kann unbemerkt weitere Organe befallen. Umso wichtiger ist es deshalb, rechtzeitig hinzuschauen: So spielt das Hautkrebsscreening beim Arzt neben der regelmäßigen Selbstuntersuchung eine entscheidende Rolle, um die Entstehung von schwarzem Hautkrebs zu verhindern. Das Freiburger Pharmaunternehmen Pierre Fabre möchte zukünftig mit der Initiative #scHAUThin genau darauf stärker aufmerksam machen.

Auf der Webseite www.schauthin-hautkrebs.de sowie bei Facebook und Instagram informiert die Initiative über Möglichkeiten der Früherkennung. Experten und Betroffene geben Tipps und weisen gemeinsam auf die Gefahren der UV-Strahlung als Risikofaktor Nr. 1 hin. Das neuartige Corona-Virus beherrscht nach wie vor die Medienagenda. Allerdings warten andere Erkrankungen nicht, bis die Pandemie vorbei ist. Das gilt auch für das maligne Melanom. Jährlich erkranken in Deutschland insgesamt rund 23.000 Menschen an malignem Melanom (1). Das Fatale daran: Es bleibt häufig lange unbemerkt, da er kaum körperliche Beschwerden verursacht. In dieser Zeit kann das maligne Melanom bei einer relativ geringen Größe bereits Metastasen in Lymphknoten sowie anderen Organen bilden. Die Erkrankung tritt häufig im mittleren Alter, also zwischen 40 und 50 Jahren auf, auch Jüngere sind mittlerweile häufiger betroffen (1). Zurückzuführen ist ein Großteil der Fälle (bis zu 85%) auf Sonnenbrände in der Kindheit und Jugend (2-4). Übermäßige UV-Strahlung gilt folglich als Hauptrisikofaktor für schwarzen Hautkrebs. Damit es gar nicht so weit kommt, spielt gerade jetzt, wenn die Tage wieder länger werden und die Menschen wieder die Sonne genießen möchten, ein geeigneter Sonnenschutz eine entscheidende Rolle.

Vorsorgeuntersuchungen nehmen nur ein Drittel der Patienten wahr

Ab dem 35. Lebensjahr steht jedem gesetzlich oder privat Versicherten in Deutschland alle 2 Jahre ein ärztliches Hautkrebsscreening zu (5). Allerdings nimmt nur jeder Dritte (31%) dieses Angebot auch wahr, wie eine repräsentative Befragung* deutlich macht (6). Auch eine regelmäßige Selbstuntersuchung der Haut hilft, bösartige Veränderungen rechtzeitig zu entdecken und zu behandeln. „Früh erkannt kann das maligne Melanom vollständig entfernt werden“, betont Prof. Jochen Sven Utikal, Klinische Kooperationseinheit Dermato-Onkologie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) an der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie der Universitätsmedizin Mannheim. Er ergänzt:
„Es ist allerdings zu befürchten, dass Patienten aus Angst vor einer Ansteckung mit dem neuen Corona-Virus trotz neu aufgetretenen Hautveränderungen nicht zum Hautarzt gehen. Speziell beim malignen Melanom ist dies kritisch, da es schon sehr früh metastasieren kann.“

Großer Aufklärungsbedarf

„Wir sehen einen großen Aufklärungsbedarf und möchten daher mit #scHAUThin vor allem die Möglichkeiten zur Früherkennung in den Vordergrund stellen“, betont Dr. Kai Neckermann, Pierre Fabre. Pierre Fabre engagiert sich schon lange für die Bekämpfung des malignen Melanoms. Mit der Initiative #scHAUThin setzt das Unternehmen nun bewusst auf Social Media, um die Botschaft „Schau auf deine Haut!“ vor allem auch bei der jüngeren Bevölkerung ins Bewusstsein zu rücken. Interaktive Plattformen wie Facebook und Instagram eignen sich außerdem dafür, den Austausch unter Betroffenen zu fördern und ihren Sichtweisen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Deshalb kommen bei der Initiative #scHAUThin auch Patienten selbst zu Wort und schildern in Podcast-Interviews ihre persönlichen Geschichten. Später im Jahr – wenn es die Situation wieder zulässt – soll es unter anderem in Kooperation mit dem Universitätsklinikum Freiburg Screening-Tage geben.

* Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH in Kooperation mit der SINUS Markt- und Sozialforschung GmbH, an der 2.016 Personen zwischen dem 27.05.2019 und 03.06.2019 teilnahmen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Literatur:

(1) Zentrum für Krebsregisterdaten/Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. Krebs in Deutschland für 2015/2016; 12. Ausgabe; Robert Koch-Institut, Berlin 2019; https://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2019/krebs_in_deutschland_2019.pdf (letzter Abruf: 16. April 2020)
(2) Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): S3-Leitlinine zur Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Melanoms, Langversion 3.1, 2018; https://www.leitlinienprogrammonkologie. de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Melanom/Melanom
_Version_3/LL_Melanom_Langversion_3.1.pdf (letzter Abruf: 16. April 2020)
(3) Leitlinienprogramm Onkologie (Deutsche Krebsgesellschaft, Deutsche Krebshilfe, AWMF): Prävention von Hautkrebs, Langversion 1.1, 2014, AWMF-Registernummer: 032/052OL; https://www.leitlinienprogrammonkologie.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Leitlinien/Hautkrebspraeventationsleitlinie_1.1/LL_PraeventionHK_OL_Langversion_1.1.pdf (letzter Abruf: 16. April 2020)
(4) Narayanan DL et al. Int J Dermatol 2010; 49: 978-86.
(5) Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e. V.: Gesund bleiben kann man nicht früh genug! Hamburg, o. J.; www.hautkrebs-screening.de/allgemein/screening/screening-info; (letzter Abruf: 16. April 2020).
(6) YouGov Deutschland GmbH: Zwei von fünf Deutschen haben Angst vor Hautkrebs. Köln, 18. Juni 2019; https://yougov.de/news/2019/06/18/zwei-von-funf-deutschen-haben-angst-vor-hautkrebs/ (letzter Abruf: 16. April 2020).

Quelle: Pierre Fabre


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