MSD und Boehringer Ingelheim starten gemeinsamen Vertrieb von Immunonkologikum in Deutschland

22. Januar 2018 | Kategorie: Substanzen
  • MSD und Boehringer Ingelheim vertreiben Pembrolizumab (KEYTRUDA®) in der Indikation nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC)* ab sofort gemeinsam.
  • MSDs innovatives Immunonkologikum Pembrolizumab und Boehringer Ingelheims Expertise und Marktkenntnis im Bereich
    Lungenkrebs ergänzen sich mit dem Ziel, einen Beitrag zur noch besseren Versorgung von NSCLC-Patienten zu leisten.
  • Die Zusammenarbeit in Deutschland wurde zunächst für zwei Jahre vereinbart.

MSD (MSD Sharp & Dohme GmbH) und Boehringer Ingelheim gaben heute bekannt, dass Pembrolizumab in der Indikation nicht-kleinzelliges Lungenkarzinom (NSCLC)* ab sofort von beiden Unternehmen gemeinsam vermarktet wird. Die Vereinbarung gilt zunächst für zwei Jahre und ist auf Deutschland beschränkt.

Pembrolizumab von MSD verstärkt die Fähigkeit des Immunsystems, Tumorzellen zu entdecken und zu bekämpfen. Der humanisierte, monoklonale Antikörper ist unter anderem für die Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem NSCLC mit PD-L1 exprimierenden Tumoren zugelassen. Pembrolizumab ist das bisher einzige immunonkologische Präparat, welches für NSCLC-Patienten (PD-L1 ≥ 50 %) in der Erstlinie zugelassen ist.1,*

Boehringer Ingelheim hat sich als anerkannter Partner im Bereich Lungenkrebs mit einem breiten Netzwerk und umfassender Marktkenntnis in der Onkologie etabliert. Mit Afatinib** (GIOTRIF®) und Nintedanib# (VARGATEF®) stellt Boehringer Ingelheim Patienten mit Lungenkrebs bereits zwei zielgerichtete Therapien zur Verfügung.2,3 Afatinib ist der in Deutschland am häufigsten verschriebene Tyrosinkinaseinhibitor bei Patienten mit nachgewiesenen EGFR-Mutationen.

Dr. Susanne Fiedler, Vorsitzende Geschäftsführerin von MSD Deutschland, kommentiert: „Wir freuen uns, mit Boehringer Ingelheim einen erfahrenen Partner im Bereich Lungenkrebs gewonnen zu haben. Gemeinsam wollen wir uns noch stärker für Patienten mit NSCLC in Deutschland einsetzen und umfassend über die MSD-Innovation Pembrolizumab, den immunonkologischen Wirkstoff mit der besonders starken Datenlage beim fortgeschrittenen NSCLC, sowie über die Wichtigkeit der PD-L1–Testung vor Therapiebeginn informieren.“

Ralf Gorniak, Geschäftsführer Human Pharma Deutschland, Boehringer Ingelheim, ergänzt: „Boehringer Ingelheim hat sich durch ein langjähriges Engagement auf dem Gebiet der Lungenerkrankungen und die erfolgreichen Produkteinführungen für NSCLC-Patienten eine große Expertise im Bereich Lungenkrebs erworben. Diese Stärke wollen wir jetzt gemeinsam mit MSD nutzen, um Ärzte noch umfassender und schneller über Pembrolizumab zu informieren und damit einen Beitrag zur besseren Versorgung betroffener Patienten zu leisten.“

Das Lungenkarzinom stellt mit seiner ungünstigen Prognose weltweit die häufigste krebsbedingte Todesursache dar.4 Dabei liegt in ca. 85 % aller Fälle ein NSCLC vor.5 Die Therapie des fortgeschrittenen NSCLC ist durch die Entwicklung personalisierter und zielgerichtet wirkender Substanzen in den letzten Jahren deutlich verbessert worden. Durch die zunehmende Identifikation von sogenannten Treibermutationen sowie weiteren relevanten Biomarkern ergeben sich vielfältige Optionen für die patientenindividuelle Therapieplanung. Voraussetzung für die Auswahl einer geeigneten Behandlung ist daher die Testung des Tumorgewebes auf verschiedene Biomarker.

* Pembrolizumab ist unter der Produktbezeichnung KEYTRUDA® in Deutschland als Monotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) mit PD-L1 exprimierenden Tumoren (Tumor Proportion Score [TPS] ≥ 50 %) ohne EGFR oder ALK-positive Tumormutationen bei Erwachsenen angezeigt. Pembrolizumab ist in Deutschland als Monotherapie zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden NSCLC mit PD-L1 exprimierenden Tumoren (TPS ≥ 1 %) nach vorheriger Chemotherapie bei Erwachsenen angezeigt. Patienten mit EGFR- oder ALK-positiven Tumormutationen sollten vor der Therapie mit Pembrolizumab ebenfalls eine auf diese Mutationen zielgerichtete Therapie erhalten haben.

** Afatinib ist in mehr als 70 Ländern, einschließlich der EU, Japan, Taiwan und Kanada, unter der Produktbezeichnung GIOTRIF®, in den USA unter der Produktbezeichnung GILOTRIF® und in Indien unter der Produktbezeichnung Xovoltib® für die Erstlinientherapie von EGFR-TKI-naiven erwachsenen Patienten mit NSCLC und aktivierenden EGFR-Mutationen zugelassen. Afatinib ist darüber hinaus in der EU, den USA und anderen Märkten zur Behandlung von Patienten mit fortgeschrittenem SCC der Lunge mit Progress unter oder nach platinbasierter Chemotherapie zugelassen. Afatinib wird durch Gesundheitsbehörden in anderen Ländern weltweit auf Zulassung geprüft. Zulassungsbedingungen unterscheiden sich international voneinander. Für weiterführende Informationen nutzen Sie bitte die aktuelle GIOTRIF®-Fachinformation (Stand Juli 2017).

# Nintedanib ist in der EU und in mehr als 20 weiteren Ländern weltweit unter der Produktbezeichnung VARGATEF® in Kombination mit Docetaxel bei erwachsenen Patienten mit lokal fortgeschrittenem, metastasiertem oder lokal rezidiviertem nicht-kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) mit Adenokarzinom-Histologie nach Erstlinienchemotherapie zugelassen. Nintedanib ist nicht in anderen onkologischen Indikationen zugelassen.

Referenzen:

1 Fachinformation KEYTRUDA®
2 Fachinformation GIOTRIF®
3 Fachinformation VARGATEF®
4 WHO Factsheet Cancer. Abrufbar unter: http://www.who.int/mediacentre/factsheets/fs297/en/. Letzter Zugriff: 10.01.2018
5 IASLC Patient Resources: About Cancer. Abrufbar unter: https://www.iaslc.org/about-lung-cancer. Letzter Zugriff: 10.01.2018

Quelle: MSD


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