Ovarialkarzinom: Verlängertes PFS mit Olaparib-Bevacizumab-Kombinationstherapie

26. August 2019 | Kategorie: Pharmaindustrie

AstraZeneca und MSD haben positive Ergebnisse der Phase-III-Studie PAOLA-11 bekanntgegeben, die die Wirkung von Olaparib Filmtabletten in Kombination mit der Standardtherapie (SoC) Bevacizumab im Vergleich zur Monotherapie mit Bevacizumab als Erhaltungstherapie nach einer abgeschlossenen Platin-basierten Erstlinien-Chemotherapie bei Patientinnen mit neu diagnostiziertem fortgeschrittenem Ovarialkarzinom (FIGO Stadien III-IV) ohne Einschränkungen hinsichtlich des BRCA-Mutationsstatus untersucht. Die Studie erreichte ihren primären Endpunkt in der Intent-to-Treat-Population und zeigt eine statistisch signifikante und klinisch relevante Verbesserung des progressionsfreien Überlebens (PFS) bei Patientinnen, die mit Olaparib Filmtabletten in Kombination mit Bevacizumab behandelt wurden, im Vergleich zur Monotherapie mit Bevacizumab. Die in der Studie beobachteten Nebenwirkungs- und Verträglichkeitsprofile waren konsistent mit denen aus früheren Studien der jeweiligen Wirkstoffe.

Die Ergebnisse, einschließlich der Analysen der nach Biomarkern differenzierten Patientensubgruppen, werden auf einem der bevorstehenden medizinischen Kongresse vorgestellt. José Baselga, Oncology R&D, erläuterte: „Die positiven Ergebnisse der PAOLA-1-Studie zeigen einen klaren potenziellen Nutzen bei der zusätzlichen Gabe von Olaparib Filmtabletten zur Standardtherapie Bevacizumab bei Patientinnen mit einem fortgeschrittenen Ovarialkarzinom. Neben den positiven Ergebnissen der SOLO1-Studie bei Patientinnen mit einem fortgeschrittenen BRCA1/2-mutierten Ovarialkarzinom, ist die PAOLA-1-Studie eine weitere positive Phase-III-Studie, die Olaparib Filmtabletten in der Erstlinien-Erhaltungstherapie bei Frauen mit fortgeschrittenem Ovarialkarzinom untersucht. Wir freuen uns darauf, die Ergebnisse so bald wie möglich bei den Zulassungsbehörden einreichen zu können.“

PAOLA-1 ist eine Studie der ENGOT (European Network of Gynaecological Oncological Trial Groups), die von der ARCAGY Research (Association de Recherche sur les Cancers dont GYnécologiques) im Auftrag der GINECO (Groupe d’Investigateur National des Etudes des Cancers Ovariens et du sein) gesponsert wurde. ARCAGY-GINECO ist Mitglied der GCIG (Gynecologic Cancer InterGroup) und eine Studiengruppe, die sich auf die klinische und translationale Forschung bei Krebserkrankungen von Patienten spezialisiert hat. Die deutsche AGO (Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie) Studiengruppe ist eine aktive Kooperationsgruppe in dieser internationalen Forschungskooperation und war an der Durchführung dieser Studie in Deutschland maßgeblich beteiligt.

Quelle: AstraZeneca/MSD


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