Patienten mit metastasiertem CRC im klinischen Alltag

22. Oktober 2014 | Kategorie: Substanzen

 

Haematologie-info  

Aflibercept – nach Oxaliplatin-Vortherapie für fast alle Patienten eine Option

Hamburg – Für Patienten mit metastasiertem kolorektalem Karzinom (CRC), die bereits mit Oxaliplatin vorbehandelt sind, ist die Weiterbehandlung mit Aflibercept/FOLFIRI (5-FU/FS/Irinotecan) eine wirksame und im klinischen Alltag gut handhabbare Therapieoption, die für fast alle Patienten in Frage kommt, betonte Prof. Nils Homann, Klinikum Wolfsburg, auf einer Pressekonferenz am Rande der diesjährigen DGHO-Jahrestagung. Die Studiendaten bestätigen der Kombination ein breites Einsatzgebiet und weisen nach Versagen der Oxaliplatin-haltigen Vortherapie den Doppelswitch – Wechsel der Chemotherapie und der zielgerichteten Substanz – als wirksames Therapiekonzept aus. Die Messung des ras-Status ist für den Einsatz von Aflibercept dabei nicht Voraussetzung.

Patienten mit metastasiertem CRC haben heute unter Chemotherapie plus zielgerichteter Substanz die Chance, deutlich über zwei Jahre zu überleben, erläuterte Homann. Die Bedeutung der Zweitlinientherapie für die Gesamtüberlebenszeit dürfe dabei nicht unterschätzt werden. Das Fusionsprotein Aflibercept, das in Kombination mit FOLFIRI für die Zweitlinienbehandlung nach Oxaliplatin-Vorbehandlung zugelassen ist, leistet hier einen wichtigen Beitrag, betonte Homann. Das gelte unabhängig vom ras-Status des Tumors, also auch unabhängig davon, ob die Patienten zusätzlich zur Oxaliplatin-haltigen Vorbehandlung eine anti-EGFR- oder eine anti-VEGF-gerichtete Therapie erhalten haben. Trotz Zweitliniensituation bietet Aflibercept den Patienten die Chance auf eine deutliche Tumorrückbildung bzw. anhaltende Stabilisierung ihrer Erkrankung.

Etwa 20% der Patienten profitieren langfristig von Aflibercept/FOLFIRI

Die individuelle Therapieentscheidung sollte vor dem Hintergrund der vorliegenden Studiendaten getroffen werden, empfahl Prof. Carsten Bokemeyer, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. „Auch, wenn wir einen Patienten haben, der unter einer bestimmten Therapie weniger gut läuft, muss das nicht repräsentativ sein und heißt nicht, dass dies auch für alle weiteren Patienten gilt“, so der Experte. In der Zulassungsstudie VELOUR [1] reduzierte die Kombination Aflibercept/FOLFIRI im Vergleich mit FOLFIRI alleine das Sterberisiko der Patienten um fast 20% (HR 0,817; p=0,003). Ein großer Vorteil von Af-libercept/FOLFIRI ist darüber hinaus die vergleichsweise hohe Ansprechrate: Etwa 20% der Patienten erreichten trotz Zweitlinien-Situation noch einmal eine objektive Tumorrückbildung. Das sind doppelt so viele wie im Kontrollarm ohne Aflibercept (19,8% vs. 11,1%; p<0,0001) und ist deutlich höher als von anderen Zweitlinientherapien beim metastasierten CRC bekannt ist. Die Tumorrückbildung ist Voraussetzung für eine günstige Prognose und auch darüber hinaus ein wichtiger klinischer Faktor, betonte Homann, „denn der Tumor macht die Hauptbeschwerden und nicht die Behandlung“. Bemerkenswert ist laut Homann in der VELOUR-Studie auch, dass der Unterschied zwischen den Überlebenskurven im Therapieverlauf zugenommen und sich im Aflibercept-Arm ein Plateau gebildet hat. Etwa 20% der Patienten zeigten unter Aflibercept/FOLFIRI eine anhaltende Stabilisierung der Erkrankung [1]. Auch nach 24 Monaten laufen die Überlebenskurven nicht zusammen. „Noch wissen wir nicht, welche Patienten das sind, die so enorm gut profitieren“, betonte Homann. Alle Subgruppen profitierten von Aflibercept/FOLFIRI

Die VELOUR-Subgruppen-Analysen bestätigen den durch Aflibercept induzierten Überlebensvorteil in allen untersuchten Subgruppen. Unter anderem bestätigte sich der Überlebensvorteil unabhängig von der Dauer der Vorbehandlung und dem Alter (Literatur

1 / van Cutsem E et al., JCO 2012: 3499-3506.
2 / Tabernero J et al., EJC 2014,50, 320-331
3 / Bordonaro R et al., ASCO-GI 2014, #545.
4 / Ruff P et al., WCGIC 2013, #0017.
5 / Chau I et al., BMC Cancer 2014, 14: 605.
6 / Mitchell et al., Ann Oncol 2014 (2): ii84, P-0226.
7 / Hoff PM et al., ASCO 2014, #3639.
8 / van Cutsem E et al., EJC 2013, 49 (2), #2260.

Über Sanofi in Deutschland, der Schweiz und Österreich

Sanofi ist ein weltweit führender, integrierter Gesundheitskonzern, der, ausgerichtet auf die Bedürfnisse der Menschen, therapeutische Lösungen erforscht, entwickelt und vermarktet. In der länderübergreifenden Organisation Deutschland-Schweiz-Österreich hat Sanofi das Marketing und den Vertrieb der drei Landesgesellschaften vereint. In allen drei Märkten gehört Sanofi zu den führenden Anbietern von Arzneimitteln und Gesundheitslösungen. Sanofi legt im Gesundheitsbereich seine Schwerpunkte auf sieben Wachstumsplattformen: Lösungen bei Diabetes, Impfstoffe, innovative Medikamente, frei verkäufliche Gesundheitsprodukte, Schwellenmärkte, Tiergesundheit und Genzyme. Die Aktien von Sanofi werden an den Börsen von Paris (EURONEXT: SAN) und New York (NYSE: SNY) gehandelt.

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Quelle: Sanofi


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