Pembrolizumab (KEYTRUDA®) in Kombination mit Axitinib (Inlyta®) zur Erstlinientherapie des fortgeschrittenen oder metastasierenden Nierenzellkarzinoms

3. Dezember 2018 | Kategorie: Substanzen

Phase-III-Studie KEYNOTE-426 erreicht beide primären Endpunkte:

  • Pembrolizumab zeigt als erste Anti-PD-1-Therapie in Kombination mit Axitinib ein signifikant verlängertes Gesamtüberleben und progressionsfreies Überleben
  • Diese Daten werden weltweit bei den Zulassungsbehörden eingereicht

MSD gab kürzlich bekannt, dass die zulassungsrelevante Phase-III-Studie KEYNOTE-426 die beiden co-primären Endpunkte – das Gesamtüberleben (Overall Survival, OS) und das progressionsfreie Überleben (Progression-free Survival, PFS) – erreicht hat. Die Studie untersucht den PD-1 (Programmed Cell Death 1 Protein)-Inhibitor Pembrolizumab (KEYTRUDA®) in Kombination mit dem Tyrosinkinaseinhibitor Axitinib (Inlyta®)1 zur Erstlinienbehandlung des fortgeschrittenen oder metastasierenden Nierenzellkarzinoms (Renal Cell Carcinoma, RCC), der häufigsten Art von Nierenkrebs. Basierend auf der ersten Interimsanalyse durch das unabhängige Datenüberwachungsgremium (Data Monitoring Committee, DMC), zeigte sich unter der Kombination von Pembrolizumab mit Axitinib ein statistisch signifikantes und klinisch bedeutsam verlängertes OS und PFS im Vergleich zur Monotherapie mit Sunitinib. Die KEYNOTE-426-Studie erreichte auch den wichtigsten sekundären Endpunkt, die objektive Ansprechrate (Objective Response Rate, ORR). So zeigte sich unter Pembrolizumab plus Axitinib eine signifikante Verbesserung der ORR gegenüber der Sunitinib-Monotherapie. Die Ergebnisse in Hinblick auf OS, PFS und ORR waren unabhängig von der PD-L1-Expression und über alle Risikogruppen hinweg konsistent. Das Sicherheitsprofil von Pembrolizumab und Axitinib in dieser Studie war konsistent zu den Verträglichkeitsdaten aus bereits veröffentlichten Studien zur jeweiligen Therapie. Diese Ergebnisse werden demnächst im Rahmen einer medizinischen Fachtagung vorgestellt und bei den Zulassungsbehörden weltweit eingereicht.

„Im Rahmen der Phase-III-Studie KEYNOTE-426 zeigte Pembrolizumab in Kombination mit dem Tyrosinkinaseinhibitor Axitinib signifikante und klinisch bedeutsame Verbesserungen für das Gesamtüberleben, das progressionsfreie Überleben und die objektive Ansprechrate. Dies ist das erste Mal, dass eine Kombinationsbehandlung mit einem PD-1-Inhibitor die co-primären Endpunkte (OS und PFS) in der Erstlinientherapie des fortgeschrittenen Nierenzellkarzinoms erreicht hat“, sagte Dr. Roger M. Perlmutter, Leiter der Merck Research Laboratories von Merck & Co., Inc., Kenilworth, USA (in Deutschland: MSD). „Weniger als 10 Prozent der Patienten, bei denen ein fortgeschrittenes Nierenzellkarzinom diagnostiziert wird, überleben fünf Jahre. Daher besteht ein erheblicher Bedarf an verbesserten Therapien für diese maligne Erkrankung. Wir danken den Prüfern und Patienten für ihre Beteiligung an dieser wichtigen Studie. Die Ergebnisse werden demnächst weltweit bei den zuständigen Zulassungsbehörden eingereicht.“

Studiendesign und erste Ergebnisse der KEYNOTE-426-Studie

Die randomisierte zweiarmige Phase-III-Studie KEYNOTE-426 (ClinicalTrials.gov, NCT02853331) untersucht die Sicherheit und Wirksamkeit von Pembrolizumab in Kombination mit Axitinib zur Erstlinientherapie des fortgeschrittenen oder metastasierenden RCC im Vergleich zu Sunitinib. Die 861 Patienten der Studie wurden randomisiert einer der beiden Therapien zugeordnet: entweder Pembrolizumab 200 mg intravenös alle 3 Wochen plus Axitinib 5 mg oral zweimal täglich für bis zu 24 Monate oder kontinuierlich Sunitinib 50 mg oral einmal täglich für 4 Wochen gefolgt von einer zweiwöchigen Behandlungspause. Die co-primären Endpunkte waren das OS und das PFS. Der wichtigste sekundäre Endpunkt war die ORR. Weitere sekundäre Endpunkte waren die Krankheitskontrollrate (Disease Control Rate, DCR), die Anzahl der Teilnehmer, bei denen ein unerwünschtes Ereignis (Adverse Event, AE) auftrat oder die die Studie AE-bedingt abbrachen, die Ansprechdauer (Duration of Response, DOR) sowie das PFS und das OS nach 12, 18 und 24 Monaten.

Über das Nierenzellkarzinom (RCC)

RCC ist mit Abstand die häufigste Form von Nierenkrebs und macht etwa 9 von 10 Nierenkrebserkrankungen aus. RCC tritt bei Männern etwa doppelt so häufig wie bei Frauen auf. Zu den beeinflussbaren Risikofaktoren zählen Rauchen, Übergewicht, Kontakt zu bestimmten Karzinogenen am Arbeitsplatz und hoher Blutdruck. Weltweit werden 2018 voraussichtlich etwa 403.262 Nierenkrebserkrankungen diagnostiziert werden und etwa 175.098 Menschen werden infolge der Krankheit sterben. In Deutschland wird die Zahl der Neuerkrankungen für das Jahr 2018 auf 9.900 beim Mann und 5.200 bei der Frau geschätzt. Die rohe Sterberate lag im Jahr 2015 in Deutschland für Männer bei 8,2 % und für Frauen bei 5,1 %. Die absolute Zahl der Todesfälle betrug im gleichen Jahr 3.306 für Männer und 2.106 für Frauen.1
Quelle

1. Robert Koch-Institut. Krebs in Deutschland für 2013/2014. 11. Ausgabe. Robert Koch-Institut (Hrsg) und die Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V. (Hrsg). Berlin, 2017. doi:10.17886/rkipubl-2017-007.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

Sandra Winter, MSD SHARP & DOHME GMBH, Lindenplatz 1, 85540 Haar Tel.: 089 4561-1118, Fax-1329, mail to: sandra.winter@msd.de

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Pembrolizumab (KEYTRUDA®)

Pembrolizumab ist ein PD-1 (Programmed Cell Death 1 Protein)-Inhibitor, der die Fähigkeit des Immunsystems verstärkt, Tumorzellen zu entdecken und zu bekämpfen. Pembrolizumab ist ein humanisierter monoklonaler Antikörper, der die Wechselwirkung zwischen PD-1 und dessen Liganden PD-L1 und PD-L2 blockiert und so die T-Lymphozyten aktiviert, wodurch sowohl Tumorzellen als auch gesunde Zellen angegriffen werden können.

Pembrolizumab ist in Deutschland als Monotherapie zur Behandlung des fortgeschrittenen (nicht resezierbaren oder metastasierenden) Melanoms bei Erwachsenen angezeigt. Pembrolizumab ist in Deutschland als Monotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-kleinzelligen Lungenkarzinoms (NSCLC) mit PD-L1 exprimierenden Tumoren (Tumor Proportion Score [TPS] ≥ 50 %) ohne EGFR oder ALK-positive Tumormutationen bei Erwachsenen angezeigt. Pembrolizumab ist in Deutschland als Kombinationstherapie mit Pemetrexed und Platin-Chemotherapie zur Erstlinienbehandlung des metastasierenden nicht-plattenepithelialen NSCLC ohne EGFR- oder ALK-positive Tumormutationen bei Erwachsenen angezeigt. Pembrolizumab ist in Deutschland als Monotherapie zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden NSCLC mit PD-L1 exprimierenden Tumoren (TPS ≥ 1 %) nach vorheriger Chemotherapie bei Erwachsenen angezeigt. Patienten mit EGFR- oder ALK-positiven Tumormutationen sollten vor der Therapie mit Pembrolizumab ebenfalls eine auf diese Mutationen zielgerichtete Therapie erhalten haben. Pembrolizumab ist in Deutschland als Monotherapie zur Behandlung des rezidivierenden oder refraktären klassischen Hodgkin-Lymphoms (HL) bei Erwachsenen nach Versagen einer autologen Stammzelltransplantation (auto-SZT) und einer Behandlung mit Brentuximab Vedotin (BV), oder nach Versagen einer Behandlung mit BV, wenn eine auto-SZT nicht in Frage kommt, angezeigt. Pembrolizumab ist in Deutschland als Monotherapie zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden Urothelkarzinoms nach vorheriger Platin-basierter Therapie bei Erwachsenen angezeigt. Pembrolizumab ist in Deutschland als Monotherapie zur Behandlung des lokal fortgeschrittenen oder metastasierenden Urothelkarzinoms bei Erwachsenen, die nicht für eine Cisplatin-basierte Therapie geeignet sind und deren Tumoren PD-L1 mit einem kombinierten positiven Score (CPS) ≥ 10 exprimieren, angezeigt. Pembrolizumab ist in Deutschland als Monotherapie zur Behandlung des rezidivierenden oder metastasierenden Plattenepithelkarzinoms der Kopf-Hals-Region (HNSCC) mit PD-L1 exprimierenden Tumoren (TPS ≥ 50 %) und einem Fortschreiten der Krebserkrankung während oder nach vorheriger Platin-basierter Therapie bei Erwachsenen angezeigt. Die empfohlene Dosis von Pembrolizumab beträgt 200 mg zur intravenösen Gabe über 30 Minuten alle 3 Wochen.
Das klinische Forschungsprogramm zu Pembrolizumab

MSD verfügt über eines der größten klinischen Forschungsprogramme im Bereich der Immunonkologie. Dieses umfasst derzeit mehr als 850 Studien, die Pembrolizumab bei einer Vielzahl von Krebsarten und Behandlungssettings untersuchen. Das klinische Forschungsprogramm zu Pembrolizumab zielt darauf ab, die Rolle von Pembrolizumab bei verschiedenen Krebserkrankungen zu verstehen. Dabei gilt es auch Faktoren – einschließlich unterschiedlicher Biomarker – zu erforschen, die Aufschluss darüber geben könnten, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Patient von einer Therapie mit Pembrolizumab profitiert.
Wir machen aus Visionen Realität

MSD Immunonkologie hat es sich zur Aufgabe gemacht, wissenschaftliche Innovationen umzusetzen und Menschen mit Krebs zu helfen, indem wir Patienten den Zugang zu unseren Krebsmedikamenten ermöglichen und die Forschung in der Immunonkologie vorantreiben. Unser Fokus liegt auf der immunonkologischen Forschung und wir sind bestrebt, jeden einzelnen Schritt auf dem Weg vom Labor zur Praxis so kurz wie möglich zu halten, um Menschen mit Krebs neue Hoffnung geben zu können.

Weitere Informationen zu unseren zugelassenen Indikationen im Bereich Immunonkologie finden Sie im Internet unter www.keytruda.de.


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