Rezidiviertes Ovarialkarzinom: Erhaltungstherapie mit Niraparib verlängert PFS

9. September 2019 | Kategorie: Pharmaindustrie

Im Journal of Clinical Oncology wurde eine Post-hoc-Analyse der NOVA-Studie publiziert, die zeigte, dass Niraparib (Zejula®) sowohl bei Frauen mit kompletter Remission (CR) als auch bei Frauen mit partieller Remission (PR) nach der platinbasierten Chemotherapie das progressionsfreie Überleben (PFS) signifikant verlängerte (1). Die Analyse untersuchte das Ansprechen auf Niraparib und die Sicherheit der Therapie in den 2 Kohorten der NOVA-Studie – Patientinnen mit und ohne BRCA-Keimbahnmutation – auf Basis des Ansprechens auf die letzte platinbasierte Chemotherapie.

In beiden Kohorten hatten 49% der Frauen eine PR nach ihrer letzten Platintherapie. Diese Frauen waren meist mit mehr Therapielinien vorbehandelt und hatten einen etwas schlechteren ECOG-Performance-Status als die Frauen, die komplett auf Platin angesprochen hatten. Der Vorteil durch die Niraparib-Erhaltungstherapie zeigte sich in beiden Kohorten unabhängig von der Tiefe des Ansprechens auf die platinhaltige Chemotherapie: In der Kohorte der Patientinnen mit BRCA-Keimbahnmutation hatten sowohl die mit Niraparib behandelten Frauen mit einer PR nach Platin (HR: 0,24; 95% KI: 0,131-0,441; p<0,0001) als auch die mit Niraparib behandelten Frauen mit einer CR nach Platin (HR: 0,30; 95% KI: 0,160-0,546; p<0,0001) ein signifikant längeres medianes PFS als die mit Placebo behandelten Frauen. Ein ähnliches Bild zeigte sich in der Kohorte der Frauen ohne BRCA-Keimbahnmutation: Sowohl Patientinnen mit einer PR (HR: 0,35; 95% KI: 0,230-0,532; p<0,0001) als auch eine CR nach Chemotherapie (HR: 0,58; 95% KI: 0,383-0,868; p=0,0082) hatten durch die Erhaltungstherapie einen signifikanten Vorteil gegenüber den mit Placebo behandelten Patientinnen. Die Lebensqualität (evaluiert durch FOSI) unterschied sich unter Niraparib ebenfalls nicht nach partiellem oder komplettem Ansprechen auf die Chemotherapie. Die Arbeit ist online verfügbar unter: https://ascopubs.org/doi/full/10.1200/JCO.18.02238?url_ver=Z39.88-2003&rfr_id=ori:rid:crossref.org&rfr_dat=cr_pub%3dpubmed. Literatur: (1) Del Campo JM et al. J Clin Oncol. 2019 Jun 7:J CO1802238. doi: 10.1200/JCO.18.02238. (Epub ahead of print) Quelle: Tesaro


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