TP53/RNA-Polymerase II-Deletion: Patent für Diagnostik und Behandlung erteilt

| Kategorie: Pharmaindustrie

Das US-Patentamt hat ein wichtiges Patent für die Diagnose und Behandlung ausgewählter Patientengruppen mit TP53/RNA-Polymerase II-Deletion erteilt. Die Anmeldung zum Patent mit dem Titel „Methods Of Treating Cancer Harbouring Hemizygous Loss Of TP53“ war von MD Anderson beim US-Patentamt eingereicht worden. Heidelberg Pharma besitzt exklusive Lizenzrechte am Patent.

Der von Heidelberg Pharma entwickelte Wirkstoff Amanitin hat aufgrund seines biologischen Wirkmechanismus (Hemmung der RNA-Polymerase II) das Potenzial, besonders gut auf Tumoren im Zusammenhang mit einer 17p-Deletion zu wirken. Der Funktionsverlust von TP53 in Tumorzellen schwächt die natürliche Abwehr von Zellen und führt zu einem aggressiven Tumorwachstum. Da damit regelmäßig auch die RNA-Polymerase II unterdrückt wird, ist die so veränderte Tumorzelle besonders empfindlich gegen Amanitin und Heidelberg Pharmas Antikörper-Amanitin-Konjugate (ATAC). Die 17p-Deletion steht häufig in Verbindung mit aggressiven Verlaufsformen, Resistenz gegen Standardtherapien und schlechter Prognose der Krebserkrankung.

Das Patent basiert auf den gemeinsam mit Anderson im April 2015 in NATURE veröffentlichten Forschungsergebnissen, die mit der proprietären ATAC-Technologie und dem Wirkstoff Amanitin gewonnen worden sind. Heidelberg Pharma hatte aufgrund dieser Arbeiten die Option zur Lizenzierung erhalten, die im März 2018 ausgeübt wurde und eine wichtige Grundlage dafür bildet, die einzigartigen Potenziale dieser Therapie zu evaluieren und klinisch zu erproben.

Prof. Dr. Andreas Pahl, Vorstand für Forschung & Entwicklung der Heidelberg Pharma AG, kommentiert: „Die 17p-Deletion und der TP53/RNA-Polymerase II-Deletion Genstatus können als Biomarker für die gesamte ATAC-Plattform unabhängig von der Tumorindikation und vom Zielantigen eingesetzt werden. Der Biomarker erlaubt die Auswahl von Patientengruppen, die eine besonders schlechte Prognose haben und am meisten von der Therapie mit ATACs profitieren könnten. Dieser personalisierte Ansatz könnte zudem eine beschleunigte Marktzulassung von ATACs ermöglichen.“

Quelle: Heidelberg Pharma


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