Vom Molekül zur Therapie – die neue Ausgabe des einblick ist erschienen

7. Mai 2018 | Kategorie: Für Sie gelesen

Wie kommen vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung möglichst schnell zum Patienten? Bislang vergehen oft viele Jahre, bis neue Verfahren den Weg in die klinische Praxis finden, und nicht selten gerät die Entwicklung komplett ins Stocken. Damit sich das ändert, braucht es translationale Forschung: Ärzte und Krebsforscher müssen eng zusammenarbeiten und geeignete Strategien entwickeln, um die Lücke zwischen Grundlagenforschung und Klinik zu schließen. In der neuen Ausgabe des einblick stellen wir Projekte vor, die genau dieses Ziel verfolgen.

Mit Algorithmen gegen Krebs. Welche Gene sind in bösartigen Zellen verändert? Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum entwickeln Computerprogramme, um damit die molekularen Eigenschaften eines Tumors auszuwerten. Die Analysen tragen nicht nur dazu bei, die Krankheit besser zu verstehen, sie offenbaren auch mögliche Schwachstellen der Krebszellen. Dadurch tun sich mitunter ganz neue Therapieoptionen auf.

Zwischen Labor und Krankenbett. Clinician Scientists sind forschende Ärzte, die mit ihrer doppelten Expertise dazu beitragen, aussichtsreiche Forschungsansätze schneller für die Patienten verfügbar zu machen. einblick stellt zwei Mediziner vor, die sich sowohl für den Arztberuf als auch für die Wissenschaft entschieden haben.

Alte Pille, neuer Nutzen. Forscher des Deutschen Krebskonsortiums (DKTK) haben eine Mammutaufgabe bewältigt: Sie untersuchten systematisch, wie hunderte Substanzen aus der Gruppe der Kinase-Inhibitoren mit den Proteinen einer Zelle wechselwirken. Es zeigte sich, dass zahlreiche Mitglieder dieser Wirkstoffgruppe über bislang unbekannte Funktionen verfügen. Einige bereits zugelassene Krebsmedikamente können deshalb vermutlich schon bald vielseitiger eingesetzt werden als ursprünglich vorgesehen.

Weitere Themen im Heft:

  • Der lange Weg zum Medikament – warum sich ein langer Atem mitunter auszahlt
  • Maßgeschneiderte Krebstherapie – die richtige Studie für jeden Patienten
  • Kleiner Fehler, große Wirkung – wie es gelang, ein mutiertes Enzym gezielt anzugreifen
  • Kunst gegen Krebs – Richild von Holtzbrinck stiftet dem DKFZ eine Serie von Selbstporträts
  • Mit Antikörpern gegen Krebs – der DKTK-Standort München im Porträt
  • FCKCNCR – Spenden für die Krebsforschung

Einblick digital. In der einblick-App stehen die Inhalte auch für iOS- oder Android-Geräte zur Verfügung. Die digitale Ausgabe enthält zusätzliche Bildergalerien, Hintergrundinformationen und Videos. Mehr Infos unter www.dkfz.de/einblick.

Die neue Ausgabe ist zudem unter www.dkfz.de als PDF verfügbar.

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) ist mit mehr als 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die größte biomedizinische Forschungseinrichtung in Deutschland. Über 1000 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen im DKFZ, wie Krebs entsteht, erfassen Krebsrisikofaktoren und suchen nach neuen Strategien, die verhindern, dass Menschen an Krebs erkranken. Sie entwickeln neue Methoden, mit denen Tumoren präziser diagnostiziert und Krebspatienten erfolgreicher behandelt werden können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Krebsinformationsdienstes (KID) klären Betroffene, Angehörige und interessierte Bürger über die Volkskrankheit Krebs auf. Gemeinsam mit dem Universitätsklinikum Heidelberg hat das DKFZ das Nationale Centrum für Tumorerkrankungen (NCT) Heidelberg eingerichtet, in dem vielversprechende Ansätze aus der Krebsforschung in die Klinik übertragen werden. Im Deutschen Konsortium für Translationale Krebsforschung (DKTK), einem der sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, unterhält das DKFZ Translationszentren an sieben universitären Partnerstandorten. Die Verbindung von exzellenter Hochschulmedizin mit der hochkarätigen Forschung eines Helmholtz-Zentrums ist ein wichtiger Beitrag, um die Chancen von Krebspatienten zu verbessern. Das DKFZ wird zu 90 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zu 10 Prozent vom Land Baden-Württemberg finanziert und ist Mitglied in der Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren.

Quelle: Deutsches Krebsforschungszentrum (DKFZ)


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